Fugees

amerikanische Hip-Hop-Gruppe From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Fugees waren eine 1988 gegründete US-amerikanische Hip-Hop-Gruppe, die aus den drei Mitgliedern Wyclef Jean, Lauryn Hill und Pras Michel bestand. Die Band war bekannt für ihre Fusion aus Hip-Hop, Reggae, R&B und Funk und sozialkritische Texte. Ihr Sound hob sich von dem damals dominierenden Gangsta-Rap dominierten Ära ab, und sie wurden zu einer der bedeutendsten alternativen Hip-Hop-Gruppen.[1]

Fugees

Karriere

Anfang der 1990er Jahre veröffentlichten sie das Album Blunted on Reality, was jedoch ein kommerzieller Misserfolg war.[2] Der Nachfolger The Score gilt als eines der meistverkauften Alben 1996[3] und markierte einen Wendepunkt im Genre, da es als eines der ersten Rap-Alben signifikante Reggae-Einflüsse integrierte. Das Werk zeichnet sich durch eine komplexe Struktur aus vielfältigen Samples und Instrumentierungen aus. Stilistisch wird es dem Alternative Hip-Hop zugeordnet. Ein besonderes Merkmal der Fugees war dabei ihre Auswahl an Samples und Coverversionen. Bekannte Beispiele auf The Score sind die Neuinterpretationen von Bob Marleys „No Woman, No Cry“ sowie „Killing Me Softly with His Song“ (Original von Lori Lieberman, populär durch Roberta Flack).

Trennung

Die Fugees haben bis heute nicht offiziell preisgegeben, warum sie sich nach The Score getrennt hatten. Es kursierten Gerüchte, es habe sich um einen ernsthaften Streit zwischen Hill und Jean gehandelt. Fakt ist jedoch, dass Hill 1997 das erste Mal schwanger wurde und sich infolgedessen zunächst gegen die Fortsetzung der Karriere entschied. Sie besang die damalige Situation später in ihrem Lied Zion (auf ihrem 1998 veröffentlichten Solo-Album The Miseducation of Lauryn Hill):

„„Look at your career“ they said,
„Lauryn, Baby, use your head!“
But instead I chose to use my heart.“

In einem MTV-Masters-Interview äußerte sie Jahre später, sie habe sich damals „in eine ungesunde Richtung bewegt“ und Zion (ihr erstes Kind und somit wahrscheinlich Hauptgrund für die Trennung) sei ihre „Rettung gewesen. Erfolg geht vorüber, aber meine Familie liebt mich auch noch nächstes und übernächstes Jahr.“

Ungeachtet dessen begann sie – ebenso wie Michel und Jean – eine erfolgreiche Solokarriere.[4]

In einem 2003 erschienenen Artikel des RollingStone Magazins wird Pras zitiert: „Er [Wyclef Jean] ist der Krebs [der Fugees]. Ihr könnt mich zitieren. Er ist der Grund, warum es kaputt ging, er ist der Grund, warum es nicht behoben wurde.“[5]

Comeback

Sieben Jahre nach ihrer Trennung traten die drei in Dave Chappelles Block Party erstmals wieder gemeinsam auf; danach gaben sie auch wieder als The Fugees Konzerte. 2006 erschien die Single Take It Easy.[4]

Diskografie

Studioalben

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1994 Blunted on Reality
Ruffhouse Records (Sony)
UK
Silber
Silber
UK
US
Gold
Gold
US
Erstveröffentlichung: 1. Februar 1994
1996 The Score
Columbia Records (Sony)
DE1
Dreifachgold
×3
Dreifachgold

(48 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(28 Wo.)AT
CH1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(44 Wo.)CH
UK2
Fünffachplatin
×5
Fünffachplatin

(92 Wo.)UK
US1
Siebenfachplatin
×7
Siebenfachplatin

(64 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 13. Februar 1996
Verkäufe weltweit: 22.000.000[7][8]
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Kompilationen

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 CH  UK
2003 Greatest Hits
Columbia Records (Sony)
CH44
(7 Wo.)CH
UK
Gold
Gold
UK
Erstveröffentlichung: 25. März 2003
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Remixalben

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK  US
1996 Bootleg Versions
Ruffhouse Records (Sony)
UK55
Silber
Silber

(6 Wo.)UK
US127
(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. November 1996
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Singles

Weitere Informationen Jahr, Titel Album ...
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1994 Nappy Heads
Blunted on Reality
US49
(16 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1. Februar 1994
1996 Fu-Gee-La
The Score
DE6
Gold
Gold

(19 Wo.)DE
AT14
(12 Wo.)AT
CH9
(9 Wo.)CH
UK21
Silber
Silber

(5 Wo.)UK
US29
Platin
Platin

(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Januar 1996
Killing Me Softly
The Score
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(24 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(21 Wo.)AT
CH1
Gold
Gold

(28 Wo.)CH
UK1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(23 Wo.)UK
US
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin
US
Erstveröffentlichung: 31. Mai 1996
Ready or Not
The Score
DE8
Gold
Gold

(15 Wo.)DE
AT17
(12 Wo.)AT
CH23
(10 Wo.)CH
UK1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(15 Wo.)UK
US
Platin
Platin
US
Erstveröffentlichung: 29. August 1996
No Woman, No Cry
The Score
DE33
(11 Wo.)DE
AT40
(1 Wo.)AT
CH23
(10 Wo.)CH
UK2
Silber
Silber

(13 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 18. November 1996
1997 Rumble in the Jungle
When We Were Kings (O.S.T)
DE85
(1 Wo.)DE
UK3
(12 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 27. Januar 1997
feat. Busta Rhymes, A Tribe Called Quest & John Forté
Hip-Hopera
My Xperience
US81
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. Februar 1997
Bounty Killer feat. Fugees
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Weitere Singles

  • 1993: Boof Baf
  • 1994: Vocab
  • 2005: Take it Easy

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Silberne Schallplatte

  • Frankreich Frankreich
    • 1996: für die Single No Woman, No Cry

Goldene Schallplatte

  • Brasilien Brasilien
    • 1997: für das Album The Score
  • Danemark Dänemark
    • 2022: für die Single Ready or Not
  • Frankreich Frankreich
    • 1997: für das Album Blunted on Reality
  • Italien Italien
    • 2022: für das Album The Score
    • 2024: für die Single Ready or Not
  • Japan Japan
    • 1998: für das Album The Score
  • Neuseeland Neuseeland
    • 1996: für die Single No Woman, No Cry
    • 2022: für das Album Greatest Hits
  • Norwegen Norwegen
    • 1996: für das Album The Score
  • Schweden Schweden
    • 1996: für die Single Killing Me Softly

Platin-Schallplatte

  • Australien Australien
    • 1996: für das Album The Score
  • Belgien Belgien
    • 1996: für das Album The Score
    • 1996: für die Single Killing Me Softly
  • Danemark Dänemark
    • 2025: für die Single Killing Me Softly
  • Frankreich Frankreich
    • 1996: für die Single Killing Me Softly
  • Italien Italien
    • 2024: für die Single Killing Me Softly
  • Niederlande Niederlande
    • 1996: für die Single Killing Me Softly
    • 1996: für das Album The Score
  • Norwegen Norwegen
    • 1996: für die Single Killing Me Softly
  • Polen Polen
    • 1996: für das Album The Score
  • Schweden Schweden
    • 1996: für das Album The Score
  • Spanien Spanien
    • 1996: für das Album The Score
    • 2025: für die Single Killing Me Softly

2× Platin-Schallplatte

  • Neuseeland Neuseeland
    • 1996: für das Album The Score[9]
    • 2025: für die Single Ready or Not

3× Platin-Schallplatte

4× Platin-Schallplatte

  • Danemark Dänemark
    • 2018: für das Album The Score
  • Neuseeland Neuseeland
    • 2025: für die Single Killing Me Softly

5× Platin-Schallplatte

  • Kanada Kanada
    • 1996: für das Album The Score

6× Platin-Schallplatte

  • Europa Europa
    • 2004: für das Album The Score

Diamantene Schallplatte

  • Frankreich Frankreich
    • 1997: für das Album The Score

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Weitere Informationen Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len), Silber ...
Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
Silber Gold Platin Diamant Ver­käu­fe Quel­len
 Australien (ARIA)0! S0! G  Platin40! D280.000aria.com.au
 Belgien (BRMA)0! S0! G  Platin20! D100.000ultratop.be
 Brasilien (PMB)0! S Gold10! P0! D100.000pro-musicabr.org.br
 Dänemark (IFPI)0! S Gold1  Platin50! D215.000ifpi.dk
 Deutschland (BVMI)0! S  Gold3  Platin30! D2.250.000musikindustrie.de
 Europa (IFPI)0! S0! G  Platin60! D(6.000.000)ifpi.org (Memento vom 1. Januar 2014 im Internet Archive)
 Finnland (IFPI)0! S0! G0! P0! D26.267ifpi.fi
 Frankreich (SNEP) Silber1 Gold1 Platin1 Diamant11.600.000infodisc.fr
 Italien (FIMI)0! S  Gold2 Platin10! D175.000fimi.it
 Japan (RIAJ)0! S Gold10! P0! D100.000riaj.or.jp
 Kanada (MC)0! S0! G  Platin50! D500.000musiccanada.com
 Neuseeland (RMNZ)0! S  Gold2  Platin80! D222.500aotearoamusiccharts.co.nz NZ2 NZ3
 Niederlande (NVPI)0! S0! G  Platin20! D175.000nvpi.nl
 Norwegen (IFPI)0! S Gold1 Platin10! D45.000ifpi.no (Memento vom 5. November 2012 im Internet Archive)
 Österreich (IFPI)0! S0! G  Platin20! D50.000ifpi.at
 Polen (ZPAV)0! S0! G Platin10! D100.000olis.pl
 Schweden (IFPI)0! S Gold1 Platin10! D95.000sverigetopplistan.se
 Schweiz (IFPI)0! S Gold1  Platin20! D125.000hitparade.ch
 Spanien (Promusicae)0! S0! G  Platin20! D160.000elportaldemusica.es
 Vereinigte Staaten (RIAA)0! S0! G 12× Platin120! D12.000.000riaa.com
 Vereinigtes Königreich (BPI)  Silber4 Gold1 11× Platin110! D5.720.000bpi.co.uk
Insgesamt   Silber5  15× Gold15  69× Platin69  Diamant1
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Commons: Fugees – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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