Funkturm Rottenbuch
Sendeturm für Mobilfunk aus Holz in Deutschland
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Der Funkturm Rottenbuch[1] ist ein Sendemast von Vodafone auf dem Schnaidberg in Peiting. Er steht nahe der Gemeindegrenze zu Rottenbuch auf Peitinger Gebiet, Zufahrtsmöglichkeit für Kraftfahrzeuge bestehen über Rottenbucher Gebiet.[2] Er wurde 2024 als Ersatzneubau für das Vorgängerbauwerk errichtet, das zur Zeit seiner Fertigstellung (Juni 2002) der höchste Holzturm Deutschlands war[3][4][5] und im April/Mai 2026 abgerissen wurde.

Funkturm Rottenbuch (Vorgängerbauwerk) Funkturm auf dem Schnaidberg (Weilheim-Schongau) | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Ort: | Peiting | |
| Land: | Bayern | |
| Staat: | Deutschland | |
| Höhenlage: | 899 m ü. NHN | |
| Verwendung: | Fernmeldeturm | |
| Besitzer: | Vodafone GmbH | |
| Abriss: | 2026 | |
| Turmdaten | ||
| Bauzeit: | 2002 | |
| Betriebszeit: | 2002–2025 | |
| Gesamthöhe: | 66 m | |
| Daten zur Sendeanlage | ||
| Wellenbereich: | UKW-Sender | |
| Rundfunk: | LW-Rundfunk, MW-Rundfunk, KW-Rundfunk, UKW-Rundfunk | |
| Sendetyp: | Mobilfunk | |
| Positionskarte | ||
Vorgängerbauwerk
Höhe
Mit 66 m Höhe der Holzkonstruktion[3][6] war er zur Zeit seiner Fertigstellung (Juni 2002) der höchste Holzturm Deutschlands und möglicherweise das zweithöchste bestehende Holzbauwerk der Welt (nach dem 118 m hohen Sendeturm in Gleiwitz). Seither wurden jedoch in Deutschland mit dem 100 m hohen Turm der Windkraftanlage Hannover-Marienwerder (2012) und beispielsweise in Österreich mit dem Bahnorama am Wiener Hauptbahnhof (2010, 66,72 m) und dem Aussichtsturm Pyramidenkogel (2013, 82 m ohne Antenne) höhere Holzbauwerke errichtet.
Technischer Aufbau

Die Fachwerkkonstruktion des Turmes war eine Leimbinderkonstruktion aus europäischer Douglasie. Sie war 66 Meter hoch[3] und wurde an der Spitze von zwei Metallstäben um weitere ca. 4 Meter überragt. Als Verbindungselemente wurden Stahldübel eingesetzt. Diese Verbindungspunkte und die Innenbühnen wurden aus technischen Gründen aus verzinktem Stahl hergestellt. Die komplette Konstruktion war „naturbelassen“, da in dem Naturschutzgebiet kein chemischer Holzschutz verwendet werden durfte.
Baugeschichte
Am 18. März 2002 wurde mit der Ausschachtung der Turmfundamente begonnen. Am 3. Juni 2002 begann der Bau des Turmes. Hierzu wurden die vormontierten unteren Hälften der Fachwerkkonstruktion paarweise vormontiert und dann aufgerichtet. Anschließend wurden noch die fehlenden Diagonalelemente eingezogen. Am 21. Juni 2002 wurde die Konstruktion fertiggestellt.
Ersatzneubau


Im Juli 2020 wurde berichtet, dass das Bauwerk durch Ameisenfraß irreparabel beschädigt sei und abgerissen werden müsse.[7] Ein Ersatzneubau war seinerzeit für 2022 geplant.[8] Im Dezember 2020 genehmigte der Bauausschuss der Gemeinde Peiting dazu eine 69 m hohe Stahlkonstruktion.[9] Am 14. Mai 2024 wurde mit dem Bau des neuen Funkturms begonnen, welcher im Mai 2025 fertiggestellt wurde.[10]
Bilder vom März 2023
- Funkturm Peiting – Anblick aus südöstlicher Richtung
- Funkturm Peiting – Anblick aus westlicher Richtung
- Turmspitze
- Unterteil mit Sendergebäude
- Turmfuß
Siehe auch
Weblinks
- Zwischen Peiting und Rottenbuch steht Deutschlands höchster Holzturm. Münchner Merkur, 30. Januar 2012, abgerufen am 10. Oktober 2012 (Zeitungsartikel zur Baugeschichte und Nutzung).
- Eintrag in der Emf-Datenbank der Bundesnetzagentur
- Eintrag des hölzernen Funkturms Rottenbuch bei Skyscraperpage.com
- Eintrag des neuen Funkturms Rottenbuch bei Skyscraperpage.com

