Fürstenburg

fürstbischöfliche Burg in Burgeis, Südtirol (Italien) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Fürstenburg wurde im 13. Jahrhundert bei Burgeis (Gemeinde Mals) in Südtirol (Italien) als Sitz der Fürstbischöfe von Chur erbaut. Erste urkundliche Erwähnung ist ein 1292 von Berthold von Heiligenberg unterzeichnetes Dokument (in caso nostro Furstenburch).[1] Sie diente bis zur Säkularisierung im Jahr 1803 der Verwaltung des umfangreichen Besitzes der Churer Kirchenfürsten im oberen Etschtal und im Münstertal, darunter auch der Ablieferung von Geld- und Naturalabgaben der „churischen“ Eigenleute und Untertanen.[2] Während der bayerischen Herrschaft über die Gefürstete Grafschaft Tirol von 1806 bis 1814 wurde die Burg zum Sitz des Landgerichts für den oberen Vinschgau. Nach dem Übergang an Österreich wurde sie zum Sitz eines k.u.k. Rentamts bis 1850. Die Gemeinde Burgeis erwarb die Burg 1859.[3]

Schnelle Fakten
Fürstenburg
Staat Italien
Ort Burgeis
Entstehungszeit 1292 erstmals urkundlich erwähnt
Erhaltungszustand Erhalten
Ständische Stellung Klerus
Geographische Lage 46° 42′ N, 10° 32′ O
Fürstenburg (Südtirol)
Fürstenburg (Südtirol)
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Heute ist in der Burg eine Fachschule für Land- und Forstwirtschaft eingerichtet. Nach einem Teileinsturz des Turmes 1996 regte der damalige Direktor Georg Flora einen Ausbau an. Der Plan des Architekten Werner Tscholl beinhaltete die umfassende Sanierung und Modernisierung der Anlage, ohne die Bestandsanlage unwiederbringlich zu verändern. Es wurden lediglich architektonische Elemente oder Anbauten hinzugefügt.[4]

Literatur

Commons: Fürstenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag im Monumentbrowser auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts

Einzelnachweise

Siehe auch

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