GLUT-2
Proteinfamilie
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GLUT-2 (Glucosetransporter Typ 2) (Gen: SLC2A2) ist der Name für einen Glucosetransporter. GLUT-2 ist in der Zellmembran mehrerer Zelltypen von Säugetieren lokalisiert und ermöglicht insulinunabhängig die Ein- bzw. Ausschleusung von Glucose. Beim Menschen wird GLUT-2 vor allem in der Leber, im Dünndarm, Nieren und Pankreas gebildet. Mutationen im SLC2A2-Gen können das Protein unbrauchbar machen; dies verursacht das seltene Fanconi-Bickel-Syndrom.[2]
| GLUT-2 | ||
|---|---|---|
| Eigenschaften des menschlichen Proteins | ||
| Masse/Länge Primärstruktur | 524 Aminosäuren | |
| Sekundär- bis Quartärstruktur | multipass (12 TMS) Membranprotein | |
| Bezeichner | ||
| Gen-Name | SLC2A2 | |
| Externe IDs | ||
| Transporter-Klassifikation | ||
| TCDB | 2.A.1.1.29 | |
| Bezeichnung | Major-Facilitator-Superfamilie / Glucosetransporter | |
| Vorkommen | ||
| Homologie-Familie | Hovergen | |
| Übergeordnetes Taxon | Wirbeltiere[1] | |

In vielen Lehrbüchern hat sich bis jetzt die falsche Meinung gehalten, die humanen β-Zellen des Pankreas würden wie die der Ratte oder Maus GLUT2 exprimieren. Tatsächlich ist es der Glucosetransporter GLUT1.[3]
Funktion
Die Aufgabe von GLUT-2 in der Dünndarmschleimhaut ist es normalerweise, die über SGLT1 und GLUT-5 aus dem Darmlumen aufgenommenen Glucose-, Galactose- und Fructosemoleküle ins Blut zu schleusen. Jedoch wird GLUT-2 bei hohem Glucoseanteil der Nahrung auch apical (ins Darmlumen) lokalisiert und erhöht so die Glucoseaufnahme durch Diffusion. Ähnlich zu SGLT1 resorbiert GLUT-2 in den Nieren Glucose zurück.[4][5]
In der Leber, aber auch im Gehirn, ist GLUT-2, abgesehen von der Erleichterung der Glucoseaufnahme, möglicherweise Teil des Messapparats für den Glucosespiegel.[2][6]
Mutationen in diesem Gen liegen dem Fanconi-Bickel-Syndrom zugrunde.