Gailoh
Ortsteil der kreisfreien Stadt Amberg
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Gailoh ist ein in der Oberpfalz gelegenes Dorf, das ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Amberg ist.
Gailoh Stadt Amberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 26′ N, 11° 50′ O |
| Höhe: | 411 m ü. NHN |
| Einwohner: | 1192 (2021)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 92224 |
| Vorwahl: | 09621 |
Die Dreifaltigkeitskapelle in Gailoh | |

Lage
Der Ort befindet sich in der Region Oberpfälzer Jura und liegt in der gleichnamigen Gemarkung. Gailoh selbst ist einer von 23 Ortsteilen der kreisfreien Stadt Amberg.[2] Die Ortsmitte der Kernstadt liegt knapp drei Kilometer im Nordosten.
Die Gemarkung Gailoh (094535) umfasst 9,105 km² und 1542 Einwohner.[3]
Geschichte
Bereits 1283 wird ein Haenricus Gailloer in Urkunden des Klosters Ensdorf erwähnt.[4]
1818 wurden mit dem Zweiten Gemeindeedikt relativ selbstständige Landgemeinden mit eigenem Vermögen gebildet, über das sie frei verfügen konnten. Gailoh wurde Ruralgemeinde.
Am 1. Juli 1972 wurde das Dorf Gailoh im Zuge der Gebietsreform nach Amberg eingemeindet.[5]
Die Dreifaltigkeitskapelle in Gailoh wurde im Jahre 1884 von den Einwohnern erbaut. Am 31. August 1970 hat der Regensburger Diözesanbischof Rudolf Graber mit Wirkung vom 27. September 1970 die Expositur St. Michael mit den Ortsteilen Gailoh und Martinshöhe zur selbstständigen Pfarrei St. Michael Amberg erhoben.
Im Stadtteil Gailoh gibt es einen Kindergarten der evangelischen Diakonie, die Freiwillige Feuerwehr und den Verein für Deutsche Schäferhunde Ortsgruppe Amberg-Gailoh. Im ehemaligen Siedlungskern befinden sich eine Kapelle und mehrere alte Bauernhöfe. Im Gewerbegebiet Gailoh sind verschiedene kleine und mittelständische Unternehmen ansässig: Dachdecker, Bau- und Fuhrunternehmen, Telekommunikationsunternehmen und ein großes Tierheim.
Trivia
Gailoh ist von vielen Feldern und Nadelwald umgeben. In der Umgebung von Gailoh wurde lange Zeit Sand abgebaut. Südöstlich von Gailoh befand sich in der Nähe einer amerikanischen Kaserne ein Flugplatz der amerikanischen Armee, dessen Gelände heute als privater Verkehrsübungsplatz einer örtlichen Fahrschule und Übungsplatz eines Hundevereins dient.
1947 wurde in Gailoh die erste Kirwa (Kirchweih) nach dem Zweiten Weltkrieg in der damals noch eigenständigen Gemeinde gefeiert. Anfang Juni 2007 feierte die Freiwillige Feuerwehr Gailoh ihr 100-jähriges Bestehen.