Galidesivir
chemische Verbindung
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Galidesivir (synonym Immucillin-A, Entwicklungscode BCX4430) ist ein experimentelles Virostatikum aus der Gruppe der Adenosin-Analoga.[2][3] Anders ausgedrückt handelt es sich um synthetisches Nukleotid-Derivat, bei dem die Nukleobase an einen Iminozucker gebunden ist.
| Strukturformel | ||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||
| Freiname | Galidesivir | |||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C11H15N5O3 | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 265,27 g·mol−1 | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Entwicklung
Galidesivir wurde ursprünglich als Arzneistoff gegen das Hepatitis-C-Virus, später jedoch gegen Filoviren wie das Ebolavirus oder das Marburg-Virus,[4][5] von BioCryst Pharmaceuticals mit finanzieller Unterstützung des NIAID entwickelt. Weiterhin ist es wirksam gegen verschiedene RNA-Viren, z. B. Bunyaviren, Arenaviren, Paramyxoviren, Coronaviren und Flaviviren.[6] In Tierversuchen mit Primaten schützte BCX4430 vor einer Infektion mit dem Ebolavirus bei Gaben bis zu 48 Stunden nach Infektion.[2]
Im Zuge der Ebolafieber-Epidemie 2014 wurde für BCX4430 in den USA ein beschleunigtes Zulassungsverfahren eingeleitet.[7] Der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur, der verschiedene Kandidaten zur Ebolabehandlung prüfte, hatte für BCX4430 aufgrund der unzureichenden Datenlage keine Beurteilung abgeben können.[8]
Eigenschaften
BCX4430 hemmt die RNA-Polymerase. Die wasserlösliche Substanz ist chiral und wird als reines Stereoisomer gewonnen.