Gallkehmen

verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad From Wikipedia, the free encyclopedia

Gallkehmen, 1938 bis 1945: Hohenschanz, ist ein verlassener Ort im Rajon Nesterow der russischen Oblast Kaliningrad.

Schnelle Fakten Geographische Lage ...
Untergegangener Ort
Gallkehmen (Hohenschanz)
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Nesterow
Zeitzone UTC+2
Geographische Lage
Koordinaten 54° 32′ N, 22° 40′ O
Gallkehmen (Europäisches Russland)
Gallkehmen (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Gallkehmen (Oblast Kaliningrad)
Gallkehmen (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad
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Die Ortsstelle befindet sich zweieinhalb Kilometer nordöstlich von Newskoje (Pillupönen/Schloßbach) unmittelbar an der Grenze zu Litauen, auf dessen Seite sich früher der gleichlautende Ort Galkiemis (o. ä.) befand, der ebenfalls nicht mehr existiert. Nächstliegender litauischer Ort ist heute das drei Kilometer östlich gelegenen Girėnai an der Regionalstraße KK186.

Geschichte

Gallkehmen war um 1780 ein adeliges Dorf.[1] 1874 wurde die Landgemeinde Gallkehmen namensgebend für einen Amtsbezirk im Kreis Stallupönen.[2] 1938 wurde Gallkehmen in Hohenschanz umbenannt.

Im Oktober 1944 wurde der Ort von der Roten Armee besetzt und kam in der Folge mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen bekam er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1867[3]121
1871[3]144
1885[4]153
1905[5]98
1910[6]82
1933[7]100
1939[8]118
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Amtsbezirk Gallkehmen (Hohenschanz) 1874–1945

Der Amtsbezirk Gallkehmen wurde 1874 im Kreis Stallupönen eingerichtet.[2] Er bestand zunächst aus 17 Landgemeinden.

Weitere Informationen Name, Änderungsname von 1938 ...
Name Änderungsname
von 1938
Russischer Name
nach 1945
Bemerkungen
Adlig BudweitschenGrundhausen
Bäuerlich BudweitschenFinkenschlucht
GallkehmenHohenschanz
Groß SodehnenGrenzen (Ostpr.)Nekrassowo
Klein SodehnenKleinhellbrunn1895 zu Mattlauken
MatternischkenMattenRybalkowo
MattlaukenHellbrunn
MatzkutschenFuchshagenMalo-Nekrassowo
NorudszenNeuplaten1937 zu Plathen, 1936 bis 1938: Norudschen
PlathenPlaten
PötschlaukenPötlau1937 zu Matzkutschen
SannseitschenSannenTscheljuskino
Schuckeln
SemmetimmenTagilskoje
SusseitschenHochtann
SzabojedenHaselgrund (Ostpr.)1936 bis 1938: Schabojeden
WicknaweitschenWickenfeldBolsche-Ostrowskoje
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1935 wurden die Landgemeinden in Gemeinden umbenannt. 1938 oder 1939 wurde der Amtsbezirk in Hohenschanz umbenannt. Im Oktober 1944 umfasste der Amtsbezirk Hohenschanz, nun im umbenannten Landkreis Ebenrode, die 13 Gemeinden Finkenschlucht, Fuchshagen, Grundhausen, Haselgrund (Ostpr.), Hellbrunn, Hochtann, Hohenschanz, Matten, Platen, Sannen, Schuckeln, Semmetimmen und Wickenfeld. Bewohnt ist davon nur noch das heutige Nekrassowo, das sich heute im Bereich des früheren Matzkutschen/Fuchshagen befindet.

Kirche

Gallkehmen/Hohenschanz gehörte zum evangelischen Kirchspiel Pillupönen.

Einzelnachweise

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