Gallus Dennerlein

1742 - 1820-10-02 From Wikipedia, the free encyclopedia

Gallus Dennerlein OSB (Taufname: Johannes Dennerlein) (* 20. Januar 1742 in Gunzendorf; † 2. Oktober 1820 in Lichtenfels) war ein Benediktinermönch und von 1801 bis 1803 letzter Abt der Benediktinerabtei Banz.

Leben

Nach dem Besuch der Lateinschule in Bamberg trat Dennerlein im Oktober 1760 in die Benediktinerabtei Banz ein, wo er am 8. Dezember 1761 die Profess ablegte. Im Kloster studierte er daraufhin Philosophie und Theologie sowie Rechtswissenschaft und Kirchengeschichte.

1767 wurde er Adjunkt des Bibliothekars und Waldmeisters, 1777 Kanzleiassessor, Cellerar und Ökonom 1785 sowie 1789 Administrator der Herrschaft Gleusdorf. 1798 auf Betreiben einer bischöflichen Kommission wurde er von dort zurückbeordert und übernahm wieder die Wirtschaftsverwaltung des Klosters. Da das Kloster beim Tod des Abtes Otto Roppelt am 17. Dezember 1800 von französischen Truppen besetzt war, fand seine Wahl zum Abt erst am 4. Mai 1801 statt.

Zwar vermochte Gallus Dennerlein die an das Fürstbistum Bamberg abgetretene wirtschaftliche Selbständigkeit der Abtei wiedererlangen; sein Plan, das Kloster zu einer Schul- und Studienanstalt auszubauen, konnte dennoch nicht mehr die drohende Säkularisation abwenden, die im Sommer 1803 vollzogen wurde. Er selbst verbrachte seinen Lebensabend bis zu seinem Tod am 2. Oktober 1820 auf Schloss Buch am Forst.

Literatur

  • August Lindner: Die Schriftsteller und die um Wissenschaft und Kunst verdienten Mitglieder des Benediktinerordens im heutigen Königreich Bayern. Regensburg, 1880, S. 220.
  • Ildephons Schatt: Lebens-Abriß des Hochwürdigen und Hochwohlgebornen Herrn Gallus Dennerlein Abten und Prälaten des aufgelößten Benedictiner-Stifts Banz. Göbhardt, Bamberg 1821.
  • Artikel Dennerlein, Gallus auf der Website Biographia Benedictina
Weitere Informationen Vorgänger, Amt ...
VorgängerAmtNachfolger
Otto RoppeltAbt von Banz
1801–1803
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