Garrett Festerling

kanadisch-deutscher Eishockeyspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Garrett Festerling (* 3. März 1986 in Quesnel, British Columbia) ist ein ehemaliger deutsch-kanadischer Eishockeyspieler, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 2003 und 2023 unter anderem 733 Spiele für die Hannover Scorpions, Hamburg Freezers, Adler Mannheim, Grizzlys Wolfsburg und Straubing Tigers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf der Position des Verteidigers bestritten hat. Sowohl mit Hannover im Jahr 2010 als auch mit Mannheim neun Jahre später gewann er die Deutsche Meisterschaft. Sein Zwillingsbruder Brett Festerling war ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.

Schnelle Fakten Karrierestationen ...
  Garrett Festerling

Geburtsdatum 3. März 1986
Geburtsort Quesnel, British Columbia, Kanada
Größe 177 cm
Gewicht 78 kg

Position Center
Schusshand Rechts

Karrierestationen

2002–2003 Vernon Vipers
2003–2004 Portland Winter Hawks
2005–2007 Regina Pats
2007 Oklahoma City Blazers
2007–2008 EV Füssen
2008–2010 Hannover Scorpions
2010–2016 Hamburg Freezers
2016–2019 Adler Mannheim
2019–2022 Grizzlys Wolfsburg
2022–2023 Straubing Tigers
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Karriere

Festerling begann seine Karriere zur Saison 2002/03 bei den Vernon Vipers in der British Columbia Hockey League (BCHL) und wechselte im Verlauf des folgenden Spieljahres zu den Portland Winter Hawks in die kanadische Juniorenliga Western Hockey League (WHL). Bei den Winter Hawks gehörte der Center dem Stammkader an und konnte seine Punkteausbeute kontinuierlich steigern. Während der Spielzeit 2004/05 schloss sich der Kanadier dem Ligakonkurrenten Regina Pats an, die er nach drei Jahren für sein erstes Profi-Engagement bei den Oklahoma City Blazers aus der Central Hockey League (CHL) verließ.

Festerling im Trikot der Straubing Tigers (2022)

Im Sommer 2007 wechselte Festerling zum deutschen Oberligisten EV Füssen, wo ihm schließlich mit 133 Scorerpunkten in 56 Spielen der endgültige Durchbruch gelang. Mit dieser Quote wurde der Angreifer Topscorer der Saison 2007/08 und von der Eishockey-Fachzeitschrift Eishockey News als bester Center und als wertvollster Spieler der Oberliga des Jahres 2008 ausgezeichnet. Mit dem EV Füssen konnte Festerling zudem nach einem dritten Platz in der Hauptrunde bis ins Playoff-Halbfinale vorstoßen.

Aufgrund der gezeigten Leistungen unterschrieb der Kanadier schließlich im Sommer 2008 einen Dreijahresvertrag bei den Hannover Scorpions aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Nachdem Festerling in der Saison 2009/10 mit den Scorpions die Deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, wechselte er im Vorfeld der Spielzeit 2010/11 im Austausch mit Paul Manning innerhalb der Liga zu den Hamburg Freezers. Dort avancierte der Angreifer in den folgenden Jahren zu einem offensiv- sowie spielstarken Center und bildete mit Jerome Flaake und David Wolf über mehrere Spielzeiten hinweg eine der besten Sturmreihen der Liga[1], sodass sein Vertrag im Sommer 2014 vorzeitig um drei weitere Jahre bis 2018 verlängert wurde.[2] Im Mai 2016 beantragten die Freezers keine DEL-Lizenz für die Spielzeit 2016/17, damit endete Festerlings Anstellung in Hamburg.[3] Wenige Tage später gaben die Adler Mannheim seine Verpflichtung bekannt.[4] Am Ende der Saison 2018/19 gewann er mit den Adlern seinen zweiten Deutschen Meistertitel.

Nach diesem Erfolg wechselte er innerhalb der DEL zu den Grizzlys Wolfsburg und erhielt dort einen Zweijahresvertrag, den er bereits im Januar 2019 unterschrieben hatte.[5] Nachdem der Vertrag im Mai 2021 um ein weiteres Jahr verlängert worden war, verbrachte der Deutsch-Kanadier noch eine weitere Saison in Wolfsburg. Im Sommer 2022 wechselte er schließlich zum Ligakonkurrenten Straubing Tigers, dem er allerdings aus persönlichen Gründen erst ab November zur Verfügung stand und somit lediglich 30 Saisonspiele absolvierte, bevor er den Klub wieder verließ.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Weitere Informationen Reguläre Saison, Playoffs ...
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2002/03 Vernon Vipers BCHL 43 7 5 12 10
2003/04 Vernon Vipers BCHL 34 5 20 25 22
2003/04 Portland Winter Hawks WHL 37 4 12 16 37 5 0 1 1 0
2004/05 Portland Winter Hawks WHL 72 14 20 34 45 7 1 1 2 4
2005/06 Regina Pats WHL 72 22 36 58 51 6 3 4 7 6
2006/07 Regina Pats WHL 67 22 51 73 46 10 5 7 12 16
2006/07 Oklahoma City Blazers CHL 1 0 0 0 0
2007/08 EV Füssen Oberliga 45 50 70 120 0 11 5 8 13 16
2008/09 Hannover Scorpions DEL 43 1 4 5 14 8 0 2 2 4
2009/10 Hannover Scorpions DEL 18 2 3 5 2 11 1 0 1 0
2010/11 Hamburg Freezers DEL 50 4 15 19 18
2011/12 Hamburg Freezers DEL 52 11 22 33 40 5 0 0 0 14
2012/13 Hamburg Freezers DEL 52 14 22 36 24 6 2 1 3 0
2013/14 Hamburg Freezers DEL 52 8 29 37 14 12 4 3 7 10
2014/15 Hamburg Freezers DEL 40 14 18 32 45 7 1 2 3 6
2015/16 Hamburg Freezers DEL 30 7 16 23 33
2016/17 Adler Mannheim DEL 37 11 16 27 29 7 1 1 2 2
2017/18 Adler Mannheim DEL 45 10 19 29 4 10 2 4 6 2
2018/19 Adler Mannheim DEL 52 16 17 33 24 14 2 6 8 8
2019/20 Grizzlys Wolfsburg DEL 52 13 22 35 14
2020/21 Grizzlys Wolfsburg DEL 32 8 11 19 14 9 3 2 5 0
2021/22 Grizzlys Wolfsburg DEL 51 4 14 18 6 8 0 3 3 12
2022/23 Straubing Tigers DEL 30 6 4 10 31
BCHL gesamt 77 12 25 37 32
WHL gesamt 248 62 119 181 179 28 9 13 22 26
DEL gesamt 636 129 232 361 312 97 16 24 40 58
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International

Vertrat Deutschland bei:

Weitere Informationen Jahr, Team ...
Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2013 Deutschland Olympia-Quali 2. Platz 3 0 1 1 0
Herren gesamt 3 0 1 1 0
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(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Commons: Garrett Festerling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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