Garuda Linux

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Garuda Linux ist eine auf Arch basierende Linux-Distribution, die sich unter anderem an Linux-Einsteiger und Computerspieler richtet. Die Distribution ist nach Garuda benannt, dem göttlichen Adler-Reittier des Gottes Vishnu im Hinduismus. Garuda Linux verwendet ein Rolling-Release-Aktualisierungsmodell und nutzt Pacman als Paketmanager. Die Paketmanager-Oberflächen Pamac und Octopi können aus den offiziellen Paketquellen installiert werden.

Schnelle Fakten
Garuda Linux
Desktop
Entwickler Garuda Team
Lizenz(en) GPLv3
Erstveröff. 26. März 2020
Akt. Version Rolling Release
Kernel Linux Zen
Abstammung GNU/Linux
Arch Linux
Garuda Linux
Architektur(en) x86_64
Installations­medium iso-Datei
Sprache(n) mehrsprachig
Sonstiges Nicht für die Nutzung in einer Virtuellen Maschine geeignet.
garudalinux.org
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Geschichte

Das Projekt wurde 2019 vom indischen Entwickler Shrinivas Vishnu Kumbhar (Benutzername Librewish) als Manjaro-Spin („Manjarowish“) begonnen. Im März 2020 wurde die erste Version von Garuda Linux, auf Basis von Arch Linux, veröffentlicht. 2022 hat sich der Hauptgründer vom Projekt verabschiedet.

Desktop-Umgebungen

Als Desktop-Umgebungen bietet Garuda KDE Plasma, Xfce, Gnome, Cinnamon, Sway, i3 und Hyprland an.[1][2]

KDE Plasma ist in den drei Varianten Dragonized, Dragonized Gaming und Dragonized BlackArch verfügbar und hat als Standard das Sweet Thema voreingestellt. Erfahrene Nutzer können auch die sogenannte Barebonesversion wählen. Diese beinhaltet keine zusätzliche Software.

Die Installation von Garuda Linux verläuft grafisch und über einen leicht angepassten Calamares Installer.[2]

Systemvoraussetzungen

Um Garuda nutzen zu können, benötigt man einen Computer mit mindestens 40 GB Speicherplatz und 8 GB RAM.[2]

Besonderheiten

Um unerfahrenen Nutzern die Bedienung zu vereinfachen, bietet Garuda Linux eine Vielzahl grafischer Werkzeuge und Assistenten, um etwa Systemkomponenten und -dienste zu aktivieren und konfigurieren, die standardmäßige Shell zu ändern, den Bootloader zu bearbeiten oder Gerätetreiber zu installieren. Der Desktop wird mittels Wayfire um grafische Effekte ergänzt.[3]

Als Dateisystem wird Btrfs verwendet, welches automatische Schnappschüsse anlegt, auf die mit Timeshift bei Bedarf zurückgesetzt werden kann.[4] Zur Leistungsoptimierung wird der Zen Linux-Kernel verwendet, welcher eine verbesserte E/A-Leistung, einen auf hohe Systemleistung ausgelegten Scheduler, einen standardmäßig aktivierten ZRAM für die Ein- und Auslagerung bestimmter Prozesse mittels Swapping besitzt.[5]

Über die Applikation „Garuda Gamer“ kann eine Vielzahl von Spielen, Spiele-Launchern, Emulatoren und anderen Tools, wie beispielsweise zur Konfiguration von Eingabegeräten oder zur Online-Kommunikation und dem Live-Streamen installiert werden.[5] Als Webbrowser wird FireDragon basierend auf Datenschutz orientierten Firefox-Fork Librewolf eingesetzt.[2]

Das Chaotic-AUR ist ein zusätzliches, in Garuda Linux integriertes Repository.[5] Es enthält vorkompilierte Programme aus dem Arch User Repository.[2]

Commons: Garuda Linux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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