Gary Hassay
US-amerikanischer Jazzmusiker (Saxophon) und Musikveranstalter
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Gary Joseph Hassay (* 12. November 1947; † 13. September 2025[1]) war ein US-amerikanischer Jazz- und Improvisationsmusiker (Alt-, Tenor- und Sopransaxophon, auch Gesang, Komposition), der regional auch als Musikveranstalter tätig war.
Leben und Wirken
Hassay war Teilnehmer des Vietnamkriegs und studierte dann bis 1972 an der Rutgers University. Ab 1979 trat er als Musiker auf, zunächst mit seiner Formation Dr. Vincent Sakeeda’s Attack Ensemble. Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete er als Musiker mit der Choreografin Karen Carlson, mit der er 37 Werke schuf. Im Hauptberuf Computerfachmann entwickelte er mit ihr Scott Sherk, George Shortess 1997 auch eine interaktive Computerumgebungsinstallation. Ein erstes Soloalbum mit dem Titel A Survivor’s Smile veröffentlichte er 1996 beim Label Dbops Music. 1999 legte er Another Shining Path bei Drimala Records vor.[2] 2002 veröffentlichte Drimala Records die Duo-CD Blackwater Bridge mit der Harfenistin Anne LeBaron und ihm, die angeblich für den Grammy nominiert war.[3] Ende 2004 erschien das Album Tribute to Paradise von Ellen Christi und ihm bei Drimala Records, auf dem er nicht nur auf dem Altsaxophon, sondern auch mit tibetischem Kehlkopfgesang zu hören war.[2]
Weiterhin nahm Hassay mit zahlreichen Musikern wie Michael Bisio, Dave Burrell, Tatsuya Nakatani, Dave Liebman, William Parker, Paul Rogers und Blaise Siwula auf[4] und integrierte bildende Kunst in seine Auftritte. Außerdem leitete er die Gruppen Ye Ren und Donnie’s Hot Fur.[1]
Hassay war zudem Gründungsmitglied der Organisation improvisationalmusico (offiziell Improvisational Music Co., Inc.), die zwischen 1980 und 1994 fast 135 Konzerte im Lehigh Valley veranstaltete. Hassays Bemühungen machten improvisationalmusico zu einem Anziehungspunkt in der Region für einen Pool kreativer Improvisationsmusiker wie Peter Brötzmann, Willem Breuker, John Tchicai, Guido Mazzon, Shelley Hirsch, Evan Parker oder Borbetomagus. Hassay lebte in Allentown, Pennsylvania; seine Frau Pamela Fearing, die als Kunstverwalterin tätig war, starb bereits 2016.[1]
Diskographische Hinweise
- Anne LeBaron & Gary Hassay: Blackwater Bridge (Drimala 2002)
- Gary Hassay, Michael Bisio: My Brother (Konnex Records, 2011)
- Ellen Christi & Gary Hassay: Tribute to Paradise (Drimala 2004)
- Gary Hassay & Paul Rogers: To Be Free (Konnex 2006)
- Gary Hassay, Blaise Siwula & Toshi Makihara: Live at Connexions Gallery Vol. 1 (Re:konstruKt 2010)
- Gary Hassay, Dan DeChellis & Tatsuya Nakatani: Seven Pieces (2015)
- Daniel Carter, Gary Hassay & William Parker: Emanate (2015)
- Gary Joseph Hassay, Dave Liebman, William Parker, Tatsuya Nakatani: Deep Within (2017)
- Gary Hassay, Tracy Lisk: Funky Knot (2021)
- Gary Hassay, Tatsuya Nakatani, Dave Liebman: This Moment (2022)
- Gary Hassay, William Parker, Tracy Lisk: Three for Free (2024)
- Gary Hassay, Dave Burrell, Tracy Lisk: If Only Once (2025)
Weblinks
- Webpräsenz
- Gary Joseph Hassay bei Discogs
- Präsenz bei Bandcamp
- Gary Hassay bei AllMusic (englisch)
- Gary Hassay. In: Crossing Tones. (englisch).