Gaulisee
junger Gletscherrandsee im Urbachtal im Kanton Bern in der Schweiz
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Der Gaulisee, auch in der Verkleinerungsform Gauliseeli oder Berndeutsch Gouwlisee,[1] ist ein junger Gletscherrandsee im Urbachtal im Kanton Bern in der Schweiz, der sich am Fusse des Gauligletschers befindet. In der Nähe des Sees befindet sich die Gaulihütte.
| Gaulisee | ||
|---|---|---|
| Geographische Lage | Urbachtal | |
| Zuflüsse | Gletscherabflüsse von Gauligletscher, Grünbergligletscher, Hubelgletscher, Hiendertelltigletscher | |
| Abfluss | Urbachwasser | |
| Ufernaher Ort | Innertkirchen | |
| Daten | ||
| Koordinaten | 658910 / 162400 | |
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| Höhe über Meeresspiegel | 2140 m ü. M. | |
| Fläche | 47 ha | |
| Länge | 1,2 km | |
| Breite | 600 m | |
| Volumen | 28,5 Mio. m³ | |
| Umfang | 4,35 km | |
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Besonderheiten |
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Entstehung
In den 1980er-Jahren[2] bildeten sich mit dem Rückzug des Gletschers an dessen Ende zwei Seen, aus denen in den 2000er-Jahren ein einziger See entstand, der erstmals im Jahr 2007 mit einer Höhenangabe für den Seespiegel in der Landeskarte der Schweiz eingetragen wurde und ab den 2010er-Jahren auch mit dem Namen Gaulisee bezeichnet wurde.[1] Im Jahr 2009 ragte der Gauligletscher noch in den See hinein, 2015 hatte sich der Gletscher schon weit in die Felswände über dem See zurückgezogen.[3]
Nutzung
Der See mit einem Volumen von über 28,5 Mio. m³ könnte für die Wasserkraftnutzung durch die Kraftwerke Oberhasli (KWO) herangezogen werden. Mit einer 40 m hohen Staumauer liesse sich das Volumen des Sees auf 70 Mio. m³ erhöhen. Das Wasser könnte mit einem Stollen in den Grimselsee geleitet werden und dabei von einem Kleinwasserkraftwerk genutzt werden.[2]
Gegen 2050 dürfte auf einer Höhe von 2440 m ü. M. ein weiterer etwas höher gelegener See mit einem Volumen von 12,8 Mio. m³ entstehen. Das Fassungsvermögen könnte mit einer 70 m hohen Staumauer auf 55 Mio. m³ erhöht werden.[2]
