Gemini-Observatorium

Sternwarte in den Vereinigten Staaten From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Internationale Gemini-Observatorium betreibt auf der Nord- und der Südhalbkugel der Erde zwei große Spiegelteleskope mit 8,1 m Hauptspiegeldurchmesser für Beobachtungen im sichtbaren und Infrarotlicht.

Nördliches Gemini-Teleskop auf dem Mauna Kea

Betreiber

Das Gemini-Observatorium ist ein internationales Gemeinschaftsprojekt mit Beteiligungen aus den USA (National Science Foundation (NSF) früher NOAO heute NOIRLab, Anteil 69,84 % Stand 2018), Kanada (National Research Council NRC, 19,88 % Stand 2018) sowie kleineren Beteiligungen aus Chile (Comisión Nacional de Investigación Cientifica y Tecnológica CONICYT), Argentinien (Ministerio de Ciencia, Tecnología e Inovación Productiva) und Brasilien (Ministério da Ciência, Tecnologia e Inovação). Großbritannien und Australien waren früher ebenfalls beteiligt, haben sich aber aus dem Gemini-Observatorium zurückgezogen.

Technik

Um sowohl den Nord- als auch den Südhimmel beobachten zu können, wurden zwei Teleskope der 8-m-Klasse gebaut. Das nördliche Teleskop befindet sich als Teil des Mauna-Kea-Observatoriums auf der Insel Hawaiʻi (Koordinaten: 19° 49′ N, 155° 28′ W)(Observatoriums Code: T15: Gemini North Observatory), das südliche auf dem Cerro Pachón in Chile (Koordinaten: 30° 14′ S, 70° 44′ W)(Observatorium Code: I11: Gemini South Observatory, Cerro Pachon).[1] Die Teleskope gingen 2000 (Gemini-Nord) beziehungsweise 2002 (Gemini-Süd) in den wissenschaftlichen Betrieb. Das Hauptquartier befindet sich in Hilo auf dem Gelände der University of Hawaii. Die Teleskope stehen Astronomen aus den beteiligten Ländern im Verhältnis zu den jeweiligen finanziellen Beteiligungen zur Verfügung.

Die Teleskope sind nach dem Sternbild Zwillinge benannt, da es sich um zwei identische Zwillingsteleskope handelt. Es wird geschätzt, dass der Bau der beiden Teleskope etwa 176 Millionen Euro gekostet hat, und eine Nacht an jedem Gemini-Teleskop ist Zehntausende Euro wert.[2]

Instrumentarium

Es gibt verschiedene Technikbereiche, in denen die Geräte dauerhaft oder zeitweise an den Teleskopen angebracht werden.[3]

Instrumente von Gemini-Nord

Weitere Informationen Sichtbares Licht / optischer Bereich, Nahes Infrarot ...
Sichtbares Licht /

optischer Bereich

Nahes Infrarot Mittleres Infrarot Andere Geräte
Instrumente der Einrichtung
GMOS (multi-object, long-slit and IFU spectrograph and imager)[4] GNIRS (1-5µm long-slit, integral field, and 0.9-2.5µm cross-dispersed spectrograph)[5] GCAL (facility calibration unit)[6]
IGRINS-2 (1.5-2.5μm high resolution dual channel spectrograph, R 45000)[7]

NIRI (1-5µm imager, not available)[8]

ALTAIR (facility natural/laser guide star AO system)[9]
Gastinstrumente
MAROON-X (high-resolution precision radial velocity spectrograph)[10]
Alopeke (diffraction-limited optical imager)[11]
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Instrumente von Gemini-Süd

Weitere Informationen Sichtbares Licht / optischer Bereich, Nahes Infrarot ...
Sichtbares Licht /

optischer Bereich

Nahes Infrarot Mittleres Infrarot Andere Geräte
Instrumente der Einrichtung
GMOS (multi-object, long-slit and IFU spectrograph and imager)[4] FLAMINGOS-2 (multi-object and long-slit spectrograph, wide filed imager)[12] GCAL (facility calibration unit)[6]
GHOST (0.38-1μm high resolution dual channel spectrograph, R 56000 dual target, R 76000 single target)[13] GSAOI (high-resolution imager for use with Multi-Conjugate Adaptive Optics system "GeMS")[14] GeMS (Multi-conjugate adaptive optics system)[15]
Gastinstrumente
Zorro (diffraction-limited optical imager)[11]
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Entdeckungen

Im Juli 2025 hat das Gemini-Nord Teleskop den vermuteten Begleitstern von Beteigeuze entdeckt, es wurde vorher nur vermutet, dass es ein Begleiter gibt, wegen der Helligkeitsschwankungen des Sterns.[16]

Literatur

  • Michael J. West: A Gentle Rain of Starlight: The Story of Astronomy on Mauna Kea, Island Heritage Pub, 2005, ISBN 0-93154-899-3.
Commons: Gemini Observatory – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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