Georg Asmussen

deutscher Schriftsteller und Guttempler From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Asmussen (* 14. Mai 1856 in Pommerby; † 30. Dezember 1933 in Westerholz, Schleswig-Holstein) war ein deutscher Maschinenbauingenieur, Schriftsteller und Guttempler.

Leben

Asmussens Vater war Lehrer in Pommerby und nahm sich das Leben, als der Sohn 9 Jahre alt war. Er wuchs in großer Armut in Nieby auf, erhielt Privatunterricht in Gelting und wechselte später an die Domschule in Schleswig. 1872 brach er die Schule ab und absolvierte eine Maschinenbau-Lehre in Eckernförde. Nach dem Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger schloss er ein Studium am Polytechnikum in Langensalza an und kehrte anschließend wieder in seinen Lehrbetrieb zurück. 1885 begann er bei Blohm & Voss in Hamburg und wurde dort schnell zum leitenden Ingenieur. Er leitete den Ausbau der Werft, vertrat das Unternehmen auf den Weltausstellungen in Paris (1900) und St. Louis (1904) und übernahm Auslandsaufträge in Glasgow, Sankt Petersburg und Konstantinopel.

1911 trat er aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand und war nur noch zeitweise als Berater weltweit tätig. Er zog sich nach Westerholz zurück und widmete sich fortan ganz der Schriftstellerei.

Zeit seines Lebens führte Asmussen einen Kampf gegen den Alkoholkonsum. 1893 trat er der Guttemplerbewegung bei und gründete noch im gleichen Jahr eine Guttempler-Loge in Hamburg. 1894 übernahm er für fünf Jahre den Vorsitz des Deutschen Guttempler-Ordens, außerdem war er 17 Jahre lang Schriftleiter der Verbandszeitschrift Deutscher Guttempler und gab 1895 das erste Guttempler-Liederbuch heraus.

In Gelting, im Amt seines Geburtsorts Pommerby, wurden die Dörfergemeinschaftsschule und ein Kindergarten nach ihm benannt.

Schriften (Auswahl)

  • Die Bibel und die Alkoholfrage, zugleich eine Erwiderung an Prof. Dr. E. Harnack. Tienken, Bremerhaven 1895.
  • Ein Vorurteil. (Novelle) Bollmann, Zürich 1896.
  • Gegen den Strom. (10 Erzählungen) Reinhardt, Basel 1898.
  • Der Guttempler-Orden und sein Wirken in Deutschland. Lüdeking, Hamburg 1903.
  • Ein Besuch bei Uncle Sam. Bilder aus Amerika. Böhmert, Dresden 1905.
  • Stürme. (Roman) Reißner, Dresden 1906.
  • Wegsucher. (Roman) Reißner, Dresden 1909.
  • Die Ratlosen. (Roman) 1912.[1]
  • Sich nicht werfen lassen! Ein Leben für Blohm & Voss. (Lebenserinnerungen) (= Schriftenreihe des Arbeitskreises Kirchspielchronik Grundhof, Band 4.) Husum 2006, ISBN 3-89876-285-8.

Literatur

Einzelnachweise

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