Georg Aumeier
deutscher SS-Führer und
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Georg Aumeier (* 14. November 1895 in Amberg; † unbekannt) war ein deutscher SS-Führer. Er arbeitete mehrere Jahre als Adjutant von Heinrich Himmler und war Reichsgeschäftsführer der SS.
Leben
Aumeier besuchte die Volksschule und das Gymnasium und war anschließend in der Textilindustrie tätig. Von 1914 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil, aus dem er zu 60 % schwerbeschädigt zurückkehrte. Zum 1. März 1922 wurde er Mitglied der SA und nahm 1923 am Hitlerputsch in München teil, wofür ihm später der Blutorden verliehen wurde. Er trat zum 5. März 1926 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 33.027).[1] zum 30. September 1926 verließ er die SA. Zum 1. August 1928 schloss er sich der SS an (SS-Nummer 1.237).[2] Aumeier war der persönliche Adjutant von Heinrich Himmler und wurde später Geschäftsführer der SS, womit er für administrative und organisatorische Aufgaben innerhalb der SS-Strukturen verantwortlich war. Zum 1. Juli 1930 wurde er zum SS-Standartenführer und anlässlich des 1. Jahrestages der Machtübergabe zum 30. Januar 1934 zum SS-Oberführer befördert. Als solcher war er im Stab des Reichsführers SS tätig, wo er u. a. die Kartothekabteilung leitete.[3] Von 1935 bis 1939 hatte Aumeier eine führende Funktion im SS-Ausbildungslager Dachau, einer Sondereinheit der Reichsführung-SS. Zunächst stand das Lager unter dem Kommando von Karl-Maria Demelhuber, später übernahm Aumeier die Leitung.
Ab dem 8. Dezember 1939 wurde Aumeier vorübergehend in den SS-Oberabschnitt Süd versetzt. Danach diente er weiterhin als Führer im SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt. Am 16. August 1944 trat Aumeier mit Wirkung vom 1. November 1944 in den Ruhestand.
Ehrungen
- Träger des Blutordens (Verleihungsnummer Nr. 586)
- Goldenes Ehrenzeichen der NSDAP