Georg Girardet

deutscher Jurist und Verwaltungsbeamter From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Girardet (* 7. September 1942 in Kempten) ist ein deutscher Verwaltungsjurist und Kulturpolitiker (FDP). Er war von 1991 bis 2009 Beigeordneter (Bürgermeister) für Kultur der Stadt Leipzig.

Leben

Georg Girardet, der aus der Essener Verleger-Dynastie Girardet stammt, begann nach dem Abitur ein Jurastudium, das er 1973 an der Universität Bonn mit der Promotion zum Dr. iur. abschloss. Thema seiner Dissertation war Die Ausgewogenheit der sozialen Gegenspieler als Verfassungsgebot.

Von 1973 bis 1977 war er Referent in der Abteilung Berufsbildung im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft, von 1978 bis 1985 Referent in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der DDR und von 1980 bis 1985 deren Kulturreferent.[1] 1985 wechselte er in die Senatsverwaltung von West-Berlin und übernahm dort die Referatsleitung für die 750-Jahr-Feier 1987 sowie für die Veranstaltungen innerhalb des Projekts „Berlin – Kulturhauptstadt Europas 1988“ in der damaligen Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten. 1989 wurde er erneut ins Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft berufen, zunächst als Leiter des Personalreferats, dann des Referats „Kunst, Kultur und Sport im Bildungswesen“.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Girardet am 1. Dezember 1991 in das Amt des Beigeordneten für Kultur der Stadt Leipzig gewählt, das er für fast 18 Jahre bis zum 29. Mai 2009 (seinem letzten Arbeitstag) innehatte. Die Beigeordneten der Stadt Leipzig bekamen später auch den Titel „Bürgermeister“. In seine Amtszeit fielen u. a. der Neubau des Museums der bildenden Künste, die Renovierung des Grassimuseums, der Erwerb der Musikschule sowie die Sanierung und der Ausbau des Leipziger Zoos (Bau von Pongoland und Planung von Gondwanaland). Die feierliche Verabschiedung in den Ruhestand erfolgte am 19. Mai 2009. Zu seinem Nachfolger wurde Michael Faber gewählt.

Girardet ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Mitgliedschaften und Funktionen

Zu seinen Ehrenämtern zählen u. a.:

Er ist Mitglied u. a.:

Literatur

  • Der Ermöglicher. In: Leipziger Volkszeitung vom 28. Mai 2009, S. 10

Einzelnachweise

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