Georg Sebastian Huber

Katholischer Theologe, Pfarrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Georg Sebastian Huber (* 20. Februar 1893 in Goldach SG; † 11. Juli 1963 ebenda) war ein Schweizer katholischer Theologe.[1][2]

Leben

Huber besuchte die Verkehrsschule in St. Gallen. Von 1914 bis 1917 arbeitete er als Beamter bei den Schweizerischen Bundesbahnen in Bern. Er besuchte das Gymnasium in Lochau und nahm anschliessend ein Theologiestudium auf. Er studierte in Passau, Graz und Dillingen. In Graz lernte er Max Josef Metzger kennen. 1928 wurde Huber in Augsburg zum Priester geweiht. Er war zwischen 1931 und 1933 Kaplan in Ehingen, Karlshuld und Stadl bei Landsberg und schliesslich Pfarrer in Sainbach. 1934 kehrte er in die Schweiz zurück und war von 1934 bis 1942 Kaplan in Häggenschwil.

Huber schrieb mehrere Bücher, in denen er seine kritische Haltung gegenüber der kirchlichen Hierarchie ausdrückte. Er trat für Reformen in der katholischen Kirche und für die Ökumene ein. Damit zog er sich den Zorn der Römischen Kurie zu, die in den Jahren 1936 und 1943 drei seiner Bücher auf den Index setzte: Christliche Einheit im Zeichen des Kreuzes, Vom Christentum zum Reiche Gottes und Weisheit des Kreuzes.[3]

1943 verbannte Bischof Josephus Meile Huber in die Flumserberge. Von 1943 bis 1956 war Huber Kaplan in Flums, wo er unter dem Namen Wurzelkaplan Bekanntheit erlangte.[2]

Schriften (Auswahl)

  • Das Prophetische. Sein Wesen, sein Charakter, seine Notwendigkeit. Fischer, 1974, ISBN 978-3-9203-3006-8.
  • Weisheit des Kreuzes. Pustet, 1935.
  • Vom Christentum zum Reiche Gottes. Pustet, 1934.

Einzelnachweise

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