Georg Sperlich
deutscher Jurist und Oberbürgermeister von Münster
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Georg Sperlich (* 27. April 1877 in Beuthen; † 21. Dezember 1941 in Münster) war ein deutscher Jurist.

Leben
Georg Sperlich studierte Jura an der Universität Tübingen. Ab dem 1. September 1909 war er zunächst Kämmerer der Stadt Münster, bevor er 1919 zum Zweiten Bürgermeister und am 26. Februar 1920 zum Oberbürgermeister von Münster gewählt wurde.[1] 1926 wurde Sperlich mit einer Dissertation über Die Verfassungsmäßigen Rechte des Preußischen Staatsrats promoviert.
Ehrgeizig und letzten Endes erfolgreich rang er im Wettstreit mit Dortmund um den Erhalt Münsters als Provinzial-Hauptstadt von Westfalen. In seine Amtszeit fällt die Wiederaufnahme des Landoischen Aasees-Projekts mit Ausbau der Naherholungszone, der Bau des Preußenstadions, die Errichtung der Halle Münsterland und des Flugplatzes Loddenheide, der Ausbau der Universität Münster, deren Ehrenbürger er wurde, und der Erwerb der Boniburg mit ihren Erholungsgebieten. Die Diskussion um den Bau eines neuen Justizgebäudes auf dem Schlossplatz beendete sein Amt als Oberbürgermeister, als ihm am 27. April 1932 die Unterstützung durch den Hauptmagistrat entzogen wurde.
Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindungen AV Guestfalia Tübingen (seit 1898), A.V. Silesia Halle, VKDSt Saxonia Münster und A.V. Cheruscia zu Münster im CV.
Sperlich wurde am Heiligabend 1941 auf dem Mauritz-Friedhof Münsters bestattet.
Literatur
- Tilman Pünder: Georg Sperlich. Oberbürgermeister von Münster in der Weimarer Republik. Aschendorff Verlag, Münster 2006, ISBN 3-402-06647-5.
- Sabine Mecking: ‚Immer treu‘. Kommunalbeamte zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik (= Villa ten Hompel Schriften, Bd. 4). Klartext, Essen 2003, ISBN 3-89861-161-2.