Georg Stuchs
Buchdrucker
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Leben
Werk
Ein erster Druck von ihm ist aus dem Jahr 1483 bekannt, ein letzter 1517 nachgewiesen; der Schwerpunkt seiner Drucktätigkeit lag vor allem im religiösen Bereich. Eine bemerkenswerte Ausnahme stellt thematisch die fast gleichzeitige Veröffentlichung einer hoch- und niederdeutschen Übersetzung der ursprünglich von Fracanzano da Montalboddo herausgegebenen italienischen Anthologie Paesi novamente retrovati (Vicenza, 1507) dar, in der zahlreiche Entdeckerberichte zusammengefasst sind. Die hochdeutsche Übersetzung mit dem Titel Newe unbekanthe landte geht auf den Nürnberger Arzt Jobst Ruchamer zurück, die niederdeutsche auf Henning van Ghetelen.[3]
Ehrungen
Anlässlich seines fünfhundertjährigen Todesjahres fand im September 2020 in seiner Geburtsstadt Sulzbach-Rosenberg eine Ausstellung über ihn und seine Arbeit statt.[4]
Literatur
- Norbert Ankenbauer: „das ich mochte meer newer dyng erfaren“. Die Versprachlichung des Neuen in den Paesi novamente retrovati (Vicenza, 1507) und in ihrer deutschen Übersetzung (Nürnberg, 1508). Berlin: Frank & Timme 2010.
- Norbert Ankenbauer (Hrsg.): Paesi novamente retrovati – Newe unbekanthe landte. Eine digitale Edition früher Entdeckerberichte. Wolfenbüttel: Editiones Electronicae Guelferbytanae 2012 online.
- Walter Baumann: Die Druckerei Stuchs zu Nürnberg. In: Gutenberg-Jahrbuch. Band 29, 1954, S. 122–132.
- Josef Benzing: Die Buchdrucker des 16. und 17. Jahrhunderts. Wiesbaden 1963, S. 14 (Otmar und Nadler), S. 16 (Ulhart, Ramminger und Steiner), S. 332–333 (Stuchs).
- Josef Benzing: Die Stuchs Druckerei zu Nürnberg im Dienst der Reformation. In: Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. Frankfurter Ausgabe N. F. Band 18, 1962, S. 592–595.
- Karl Steiff: Stüchs. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 36, Duncker & Humblot, Leipzig 1893, S. 714–716.