George Jenkins

US-amerikanischer Artdirector und Szenenbildner From Wikipedia, the free encyclopedia

George Clarke Jenkins (* 19. November 1908 in Baltimore, Maryland; † 6. April 2007 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Artdirector und Szenenbildner, der einmal den Oscar für das beste Szenenbild gewann.

Leben

Jenkins studierte von 1929 bis 1931 Architektur an der University of Pennsylvania und war bis 1931 Berater des dortigen Theaters. Er arbeitete dann als Innenausstatter und Industriedesigner und von 1937 bis 1941 am Theater als Assistent von Jo Mielziner. Dann wechselte er als Betriebsingenieur zur Luftfahrtgesellschaft Simmonds Aerocessories, und im Juli 1943 gab er mit Early to Bed seinen Einstand am Broadway. 1944 wurde er für seine Entwürfe zu dem Theaterstück I Remember Mama ausgezeichnet, worauf Samuel Goldwyn ihn zum Film holte.

Jenkins begann seine Karriere als Artdirector und Szenenbildner in der Filmwirtschaft Hollywoods mit der dreistündigen Großproduktion Die besten Jahre unseres Lebens (1946) und wirkte bis 1990 an der szenischen Ausstattung von über vierzig Filmen mit. Er arbeitete weiterhin für das Theater und auch für das aufkommende Fernsehen. An seinen Bauten wurde vor allem die sachliche Präzision, klare Linienführung und Detailtreue geschätzt, wie sie unter anderem in den von ihm geschaffenen Wohnwelten, Großraumbüros und Kommandozentralen verwirklicht wurde.

Bei der Oscarverleihung 1977 gewann er zusammen mit George Gaines den Oscar für das beste Szenenbild in Die Unbestechlichen (1976) von Alan J. Pakula mit Dustin Hoffman, Robert Redford und Jack Warden in den Hauptrollen. Zugleich war er für diesen Filmen für den British Academy Film Award (BAFTA Film Award) für das beste Szenenbild nominiert.

1980 erhielt er mit Arthur Jeph Parker eine Oscarnominierung für das beste Szenenbild in Das China-Syndrom (1979) von James Bridges mit Jane Fonda, Jack Lemmon und Michael Douglas. Für seine Verdienste um die Filmindustrie wurde Jenkins als Vertreter der Artdirectoren auch zum Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen.

Filmografie

Auszeichnungen

Literatur

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 4: H – L. Botho Höfer – Richard Lester. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 218 f.

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