Gerald Domenig

österreichischer zeitgenössischer Künstler From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerald Domenig (* 1953 in Villach) ist ein österreichischer Künstler. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Leben und Werk

Domenig studierte von 1972 bis 1973 an der Kunstakademie[1] in Düsseldorf bei Rolf Sackenheim und von 1974 bis 1978 an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Raimer Jochims, der damals bereits Fotografie an der Akademie unterrichtete.[2] Als Gastprofessor unterrichtete er an der Städelschule[3] und der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.[4]

In seinen Arbeiten interessieren ihn die Verhältnisse der Objekte als Auflösung bzw. Konstruktion zum Bild, die Überführung von Raum zu Fläche. „Wenn ich fotografiere, will ich ein in der Dreidimensionalität verstecktes Bild, eine latente Zweidimensionalität in ein konkretes Bild übersetzen“ sagt Domenig.[5] Klaus Görner, Kurator der Ausstellung 2015 im MMK, betont, dass es in Domenigs Fotografien nicht um das Verhältnis von Realität und Abbild gehe, sondern darum dass sie eigenständig seien, dass die „Dinge“, die in ihnen vorkommen, nur insofern Bedeutung hätten, als dass „sie Elemente eines innerbildlichen Spiels sind“.[2] 1984 war er auf der Gruppenausstellung Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf vertreten.

Seitdem er eigenen Angaben zufolge Ende der 1970er Jahre die Fotografie als „Poesie und ernstzunehmendes Medium“ erkannte,[1] sind Fotografie, Zeichnung und Schreiben[6] seine künstlerischen Medien. Er veröffentlicht stetig Bücher, teils in sehr kleinen Auflagen, die mitunter als „nicht zum Verkauf bestimmt“ markiert sind (zB. „Das Schwarzweissfoto eines Weinkorkens“, 2023).

Ausstellungen

Publikationen

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

  • Kasper König (Hrsg.) und Karin Thomas (Verlagsredaktion), Ulrich Look und andere (Texte): von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf, Ausstellungskatalog, Köln 1984, DuMont, ISBN 3-7701-1650-X

Einzelnachweise

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