Gerd Prade
deutscher kunsthandwerklicher Buchbinder
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Gerd Prade (* 27. März 1932 in Leipzig) ist ein deutscher kunsthandwerklicher Buchbinder.
Leben und Werk
Prades Vater war der bedeutende Leipziger Buchbinders Gerhard Prade (1894–1977), der 1923 zu den Gründern der Vereinigung MDE – Meister der Einbandkunst gehörte.[1] Prade absolviert von 1946 bis 1949 bei ihm eine Lehre als Buchbinder, erwarb 1952 den Meistertitel und übernahm die Werkstatt, die Buchbinderei Prade in der Kreuzstraße 13. Er war einer der bedeutendsten deutschen Bucheinbandgestalter im traditionellen Sinne seiner Generation. In der DDR gestaltete er u. a. bibliophile Bücher des Insel-Verlags Leipzig und des Verlags Philipp Reclam jun. Leipzig.
Prade war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Seine Werkstatt existierte wohl bis 2010. Deren Archiv befindet sich im Sächsischen Wirtschaftsarchiv e. V.[2]
Öffentliche Sammlungen mit Werken Prades (unvollständig)
- Berlin: Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin
- Leipzig: Grassi-Museum für Angewandte Kunst[3]
- Leipzig: Deutsche Nationalbibliothek, Einbandsammlung[4]
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der Zeit der DDR
- 1958 bis 1982: Dresden, Vierte bis VI. Deutsche Kunstausstellung und VII. und IX. Kunstausstellung der DDR
- 1959 bis 1979: Leipzig, sechs Bezirkskunstausstellungen
Außerdem Teilnahme an Ausstellungen in der UdSSR und in Polen.
Literatur
- Walter Funkat: Kunsthandwerk in der Deutschen Demokratischen Republik. Verlag der Nation, Berlin, 1970, S. 293
- Fritz Kämpfer, Klaus G. Beyer: Kunsthandwerk im Wandel. Aus dem Schaffen dreier Jahrzehnte in der Deutschen Demokratischen Republik. Verlag der Nation, Berlin, 1984
- Gerd Prade 60. In: Bindereport. Fachmagazin für Buchbinderei und Druckverarbeitung. Bielefeld, 4/1992, S. 230–232
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 720
Weblink
- Bücher von Gerd Prade bei Booklooker.de