Gerda Kafka

deutsche Arbeiterin, Kommunistin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerda Kafka, geborene Dressmer, (* 9. April 1920 in Berlin; † 25. April 1945 in Berlin) war eine deutsche Arbeiterin, Kommunistin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus.[1] Sie starb während der letzten Kriegstage in Berlin durch Beschuss einer SS-Einheit in Berlin-Pankow bei der Beschaffung von Lebensmitteln für Verfolgte.[2]

Stolperstein für Gerda Kafka, Bergener Straße 1, Berlin-Prenzlauer Berg

Leben

Gerda Kafka stammte aus einer Arbeiterfamilie, war Mitglied der KPD und arbeitete als Verkäuferin.[3] Sie war mit Alfred Kafka verheiratet und hatte mit ihm zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter.[1] Zuletzt lebte sie in Prenzlauer Berg in der Bergener Straße 1.[4]

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs gehörte Gerda Kafka zur Widerstandsgruppe um Bernhard Karl, Gerda Sredzki und Gerhard Sredzki, ab 1943 war sie Mitglied der Saefkow-Jacob-Bästlein-Gruppe.[3] Bis Ende April 1945 beschaffte sie in einem Quartierladen Lebensmittel für „Illegale“ und versah gemeinsam mit ihrem Mann Kurierdienste.[2] Zudem stellte sie Verbindungen zu anderen Widerständigen her, überbrachte Informationen und Flugblätter. Sie verbarg die aus der Haft entflohenen Gerhard Pargementer und Josef Karb in ihrer Wohnung in Prenzlauer Berg.[1]

Gerda Kafka starb vermutlich bei der Beschaffung von Lebensmitteln im Laden von Lore Barthelmann am 25. April 1945 durch SS-Beschuss in Pankow.[1] Ihre Kinder wuchsen drei Jahre bei Lore Barthelmann auf, bis ihr Vater Alfred Kafka sie 1948 wieder zu sich nehmen konnte.[2]

Gedenken

Vor ihrem letzten Wohnhaus in Berlin-Prenzlauer Berg wurde 2009 ein Stolperstein verlegt.[4]

Literatur

Einzelnachweise

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