Gerhard Grobelnik

österreichischer Fußballschiedsrichter From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerhard Grobelnik (* 10. Juli 1975 in Wien) ist ein österreichischer Fußballschiedsrichter. Er ist Mitglied des Wiener Fußball-Verbandes und gehört dem Wiener Schiedsrichter-Kollegium an.

Weitere Informationen Persönliches, Ausbildung ...
Gerhard Grobelnik
Persönliches
Name Gerhard Grobelnik
Geburtstag 10. Juli 1975
Geburtsort Wien
Land Österreich
Größe 179 cm
Gewicht 80 kg
Ausbildung
Beruf technischer Angestellter
Einstufung
1991–
2002–
2003–
2005–
2009–2013
ÖFB-Schiedsrichter
ÖFB-Cupspiele
2. Liga
Bundesliga
FIFA

19
78
117
28
Wichtige Einsätze
Endrunde zur U-17-Europameisterschaft 2009
Stand:11. Jänner 2016
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Gerhard Grobelnik in Aktion

Laufbahn als Fußballschiedsrichter

Bereits als 16-Jähriger legte Gerhard Grobelnik am 1. April 1991 die Schiedsrichterprüfung ab.[1] Nachdem er anfangs aufgrund seines Alters nur Nachwuchsspiele leiten durfte, kletterte er mit Erreichen des 18. Geburtstags rasch die Erfolgsleiter empor. Nach der Aufnahme in die Wiener Liga 1999 gab er am 14. September 2001 sein Debüt in der Regionalliga Ost im Spiel SV Schwechat gegen FAC Team für Wien (0:1).[2]

Gerhard Grobelnik beim Zeigen der roten Karte. Dennoch konnte er bislang drei Bundesligaspiele ohne jegliche Disziplinarmaßnahme leiten.

Schon ein Jahr später, am 13. September 2002, wurde Grobelnik mit der Leitung des Spiels SC Untersiebenbrunn gegen FC Lustenau (1:2) in der Ersten Liga (zweithöchste Leistungsstufe) betraut.[3] Nachdem er dieses Probespiel positiv erledigt und auch die beiden weiteren Testspiele mit Erfolg hinter sich gebracht hatte, wurde er zum 1. Juli 2003 in den Kader der österreichischen Bundesligaschiedsrichter berufen.[1][4]

Nur zwei Jahre später erfolgte die „Beförderung“ zum Schiedsrichter für die Bundesliga.[5] Seinen ersten Einsatz in der höchsten Liga gab Grobelnik am 6. August 2005 im Spiel FC Wacker Innsbruck gegen ASKÖ Pasching (2:2).[6] Gleich in der ersten Saison in der Bundesliga kam Grobelnik zu acht Einsätzen.

Damit war die Karriereleiter von Grobelnik aber noch nicht zu Ende, denn zum 1. Jänner 2009 wurde er, nachdem er im Rahmen des Schiedsrichteraustauschs bereits zwei Spiele in der Schweizer Super League geleitet hatte, in die Liste der FIFA-Schiedsrichter aufgenommen. Sein offizielles Debüt gab er am 28. März 2009 im Rahmen der Qualifikation zur U-17-Fußball-Europameisterschaft 2009 im Spiel Rumänien gegen Türkei (0:0).[7] Mit 31. Dezember 2013 beendete Grobelnik aus beruflichen Gründen seine internationale Laufbahn als FIFA-Schiedsrichter. Er wurde durch Manuel Schüttengruber ersetzt.

Seine Tätigkeit als Schiedsrichter und Schiedsrichterassistent hat Grobelnik in 31 Länder geführt. Er war bisher in Armenien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Färöer, Finnland, Griechenland, Holland, Island, Israel, Italien, Kasachstan, Malta, Mazedonien, Moldawien, Nordirland, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Wales und Belarus im Einsatz. Ein beeindruckendes Erlebnis war ein Einsatz beim King Cup in Saudi-Arabien; nach dem Spiel wurden Grobelnik und dessen Assistenten vom saudi-arabischen Betreuer privat in sein 3000 Quadratmeter großes Haus eingeladen.

National war der Höhepunkt der Karriere des Wieners Grobelnik die erste Leitung des Wiener Derbys zwischen Rapid Wien und Austria Wien (2:0) am 14. März 2010 im ausverkauften Gerhard-Hanappi-Stadion.[8] Mittlerweile folgte noch drei weitere Duelle zwischen den beiden Traditionsvereinen die Grobelnik leiten durfte.

Erwähnenswert ist auch, dass Grobelnik, der bei Spielern und Betreuern eher als strenger Schiedsrichter gilt, bisher drei Bundesligaspiele ohne jegliche Disziplinarmaßnahme leitete. Im Gegensatz dazu zeigte er beim Spiel Kapfenberger SV gegen SV Mattersburg (1:1) acht gelbe, eine gelbrote und zwei rote Karten.

Zu Grobelniks bleibenden Erinnerungen zählt auch das Freundschaftsspiel am 19. Juli 2009 zwischen dem SK Rapid Wien und dem FC Liverpool (1:0) im mit 50.000 Zuschauern ausverkauften Wiener Ernst-Happel-Stadion. Das Spiel fand anlässlich des 110-jährigen Bestandes des SK Rapid Wien statt.[9]

Commons: Gerhard Grobelnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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