Gerhard Langmann

österreichischer Archäologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerhard Anton Langmann (* 27. Oktober 1932 in Wien; † 4. August 2001 ebenda) war ein österreichischer Archäologe.

Langmann besuchte in Wien XVIII das Gymnasium und studierte anschließend ab 1953 Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Altphilologie an der Universität Wien, wo er 1958 bei Hedwig Kenner mit der Arbeit Die Archäologie des Bundeslandes Salzburg promoviert wurde. Seit 1960 war er Mitarbeiter des Österreichischen Archäologischen Instituts und Mitarbeiter an der Ausgrabungen von Ephesos, die er von 1987 bis 1992 leitete. Von 1986 bis zum Eintritt in den Ruhestand mit Anfang April 1994 war er Direktor des Österreichischen Archäologischen Instituts. Ab 1979 lehrte er Provinzialrömische Archäologie an der Universität Wien, wo er 1982 zum Honorarprofessor ernannt wurde. Langmann wurde am Dornbacher Friedhof bestattet (Gruppe 12, Nr. 13A).

Langmann war ab 1969 Staatsarchäologe 2. Klasse, ab 1978 Oberrat und ab 1988 Hofrat. 1978 ernannte ihn die türkische Stadt Selçuk zum Ehrenbürger. 1982 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Literatur

  • Traute Wohlers-Scharf: Die Forschungsgeschichte von Ephesos. Entdeckungen, Grabungen und Persönlichkeiten (= Europäische Hochschulschriften. Reihe 38: Archäologie. Band 54). Peter Lang, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-631-47964-6, S. 163–164.
  • Peter Scherrer: In memoriam Gerhard Langmann. In: Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Instituts. Band 70, 2001, S. 7–8.
  • Fritz Fellner, Doris A Corradini: Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon. Wien / Köln / Weimar 2006, S. 250.

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