Gerhard Scheu

deutscher Politiker, MdB From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerhard Scheu (* 27. März 1943 in Brandenburg an der Havel; † 5. Dezember 2025[1]) war ein deutscher Politiker (CSU) und Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Bamberg.

Leben

Nach der Volksschule und dem Abitur in Forchheim studierte Scheu Jura und machte das erste und das zweite juristische Staatsexamen. Von 1974 bis 1980 war er juristischer Staatsbeamter am Landratsamt Coburg; anschließend war er bis 1983 Referent bei der Regierung von Oberfranken.

Politik

Scheu war seit 1963 Mitglied der CSU. Er war stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU Oberfranken und Mitglied des Kreistages Forchheim. Im Jahr 1983 wurde er Mitglied des Bundestages.[2] Seit den 1990er Jahren engagierte sich Scheu besonders für das Medizinrecht. In der zwölften Legislaturperiode war er Vorsitzender des Bundestags-Untersuchungsausschusses „HIV-Infektionen durch Blut und Blutprodukte“. 1992 forderte er im Zuge der Asyldebatte, homosexuellen Ausländern Asyl zu verweigern.[3] Im Jahr 2000 wurde er an der Universität Bremen mit einer Arbeit zur Arzneimittelsicherheit und der Bedeutung der staatlichen Gefahrenvorsorge zum Doktor der Rechtswissenschaften promoviert. Scheu war außerdem Mitglied des Stiftungsrates der „Stiftung Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen“. Dem Bundestag gehörte er bis zum Ende der vierzehnten Legislaturperiode 2002 an.

Privates

Scheu war römisch-katholisch, verheiratet und Vater einer Tochter. Er wohnte in Weilersbach im Landkreis Forchheim. Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindung K. D. St. V. Fredericia Bamberg im CV.

Einzelnachweise

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