Gerold Necker

deutscher Hochschullehrer, Judaist, Theologe, Hebraist From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerold Necker (* 1961) ist ein deutscher Hochschullehrer für Jüdische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u. a. in der jüdischen Mystik und dem erzählerischen Werk von Shmuel Joseph Agnon.

Leben und Wirken

Necker studierte zunächst Katholische Theologie in Tübingen und Bonn sowie Judaistik in Köln, Berlin und Jerusalem. Nach seiner Promotion im Jahre 1999, bei seinem Doktorvater Peter Schäfer, mit dem Titel: Das Buch des Lebens: Edition, Übersetzung und Studien[1] durch die Freie Universität Berlin wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter ebendort sowie Hochschulassistent an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Jahr 2009 habilitierte sich Gerold Necker an der Martin‑Luther‑Universität HalleWittenberg im Fach Judaistik/Jüdische Studien. Der Titel seiner Habilitationsschrift lautete ‚El verdadero hombre – der wahre Mensch‘. Die humanistische Kabbala des Abraham Cohen de Herrera und seine barocke Lebensgeschichte. Die Arbeit wurde im Wintersemester 2009 angenommen.

Internationale Lehrerfahrung sammelte er unter anderem als Kurt-David-Brühl-Gastprofessor an der Universität Graz zwischen 2000 und 2001. Seit 2002 ist er als Lehrkraft für besondere Aufgaben in Halle tätig und hat zahlreiche Lehraufträge an weiteren Universitäten übernommen. Er ist Autor mehrerer wissenschaftlicher Publikationen zur Judaistik.[2]

Publikationen (Auswahl)

  • Einführung in die lurianische Kabbala. Verlag der Weltreligionen, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008
  • Das Buch des Lebens: Edition, Übersetzung und Studien.(= Band 16, Texts and Studies in Medieval and Early Modern Judaism), Mohr / Siebeck, Tübingen 2001
  • Orient als Grenzbereich? Rabbinisches und Außerrabbinisches Judentum. (= Band LX, Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes), Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2007 zusammen mit Annelies Kuyt
  • Gottes Sprache in der philologischen Werkstatt: Hebraistik vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Brill, Leiden 2004 zusammen mit Giuseppe Veltri
  • Gershom Scholem, Die Wissenschaft vom Judentum. (Judaica 6) hrsg., aus dem Hebräischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Peter Schäfer in Zusammenarbeit mit Gerold Necker und Ulrike Hirschfelder, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997
  • Übersetzung der Hekhalot-Literatur. (= Band 46, Texte und Studien zum Antiken Judentum) Band I, hrsg. von Peter Schäfer und Klaus Herrmann in Zusammenarbeit mit Ulrike Hirschfelder und Gerold Necker, Mohr / Siebeck, Tübingen 1995
  • Synopse zum Talmud Yerushalmi. Bd. II/1–4, 5–12: Ordnung Mo’ed, Bd. III: Ordnung Nashim, Bd. IV: Ordnung Neziqin, hrsg. von Peter Schäfer und Hans-Jürgen Becker, in Zusammenarbeit mit Gottfried Reeg und unter Mitwirkung von Gerold Necker u. a., Tübingen 1995, 1998, 2001 (Texts and Studies in Ancient Judaism 47, 67, 82, 83)

Einzelnachweise

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