Gibity

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Gibity (deutsch Giebitten) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Gibity
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Gibity (Polen)
Gibity (Polen)
Gibity
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Pasłęk
Geographische Lage: 54° 8′ N, 19° 43′ O
Einwohner:
Postleitzahl: 14-400[1]
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Sąpy/DW 505Bądy
Eisenbahn: Bahnstrecke Malbork–Braniewo
Bahnstation: Stegny
Nächster int. Flughafen: Danzig
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Geographische Lage

Gibity liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, neun Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 18 Kilometer östlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).

Geschichte

Das einstige Gibitten – erst nach 1785 Giebitten genannt – bestand aus ein paar kleinen Gehöften.[2] Das Dorf gab es bereits in der Ordenszeit, fand man hier doch auch Keramikfragmente aus dem 11. bis 13. Jahrhundert.[3]

Im Jahre 1448 wurde der Ort im Zinsbuch der Komturei Elbing erwähnt, 1785 wurde er als adliges Gut mit acht Feuerstellen und 1820 als ebensolches bei 45 Einwohnern genannt.[3]

Giebitten wurde im Jahre 1874 als eine Landgemeinde im neu errichteten Amtsbezirk Schlobitten (polnisch Słobity) aufgenommen, der zum ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, gehörte.[4] Giebitten zählte im Jahre 1910 34 Einwohner.[3]

Am 30. September 1928 gab die Landgemeinde Giebitten ihre Eigenständigkeit auf und schloss sich mit dem Nachbargutsbezirk Davids (polnisch Dawidy) mit der zum Amtsbezirk Steegen (polnisch Stegny) gehörenden Nachbargemeinde Bunden (polnisch Bądy) zur neuen Landgemeinde Bunden zusammen.[4]

Aufgrund der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen bekam Giebitten 1945 die polnische Namensform „Gibity“. Heute ist der Ort eine als „Kolonia“ bezeichnete Ortschaft innerhalb der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion

Bis 1945 war Giebitten in die Evangelische Kirche Marienfelde (polnisch Marianka) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei Mühlhausen (polnisch Młynary) eingegliedert.[3]

Heute gehört Gibity auch noch zur katholischen Pfarrei in Młynary, jetzt im Bistum Elbląg gelegen. Evangelischerseits ist Gibity der St.-Georgs-Kirche Pasłęk zugeordnet, einer Filialkirche der Pfarrei in Ostróda (Osterode i. Ostpr.) innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr

Gibity liegt an einer Nebenstraße, die bei Sąpy (Sumpf) von der Woiwodschaftsstraße 505 abzweigt und bis nach Bądy (Bunden) führt.

Die nächste Bahnstation ist Stegny (Steegen) an der nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo (frühere Preußische Ostbahn).

Einzelnachweise

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