Giegel Aa

Fluss in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Giegel Aa ist ein linker Nebenfluss der Großen Aa und gehört zum Flusssystem der Ems. Der Gewässerlauf der Giegel Aa entsteht aus der Aufteilung der Hopstener Aa südlich von Hopsten und mündet bei Beesten in die Große Aa. Somit ist sie ein Fluss ohne Quelle.

Schnelle Fakten
Giegel Aa
Die Giegel Aa in Hopsten

Die Giegel Aa in Hopsten

Daten
Gewässerkennzahl DE: 3438
Lage Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen; Deutschland
Flusssystem Ems
Abfluss über Große Aa Ems Nordsee
Ursprung Bifurkation bei Hopsten
52° 22′ 30″ N,  35′ 35″ O
Quellhöhe 39 m ü. NHN[1]
Mündung Westlich von Beesten in die Große Aa
52° 25′ 53″ N,  28′ 46″ O
Mündungshöhe 29 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied 10 m
Sohlgefälle 0,84 
Länge 11,9 km[2]
Einzugsgebiet 33,216 km²[2]
Linke Nebenflüsse Waldwiesengraben
Rechte Nebenflüsse Bahnhofsgraben, Kohlbrandgraben, Schapengraben
Gemeinden Hopsten, Schapen, Beesten
Schließen

Verlauf

Entstanden ist sie 1565 nach dem Bau des Flootwerkes in Hopsten, welcher das Wasser der Hopstener Aa regulieren sollte. Nach 1,8 km Verlauf durch die Hopstener Bauerschaft Börnebrinck verlässt sie Nordrhein-Westfalen und wechselt nach Schapen ins Niedersächsische. Zwischen Schapen und Beesten werden die Bäche Waldwiesengraben, Bahnhofsgraben, Kohlbrandgraben und Schapengraben aufgenommen, ehe die Giegel Aa südlich von Beesten nach 11,8 km in die Große Aa mündet.

Flootwerk

In Hopsten an der gleichnamigen Straße befand sich bis zum Abriss am 24. Oktober 1962 das Flootwerk.[3] Es war eine Wehranlage, die das Wasser zwischen der Hopstener Aa und der Giegel Aa aufteilte. Da das Wasser, welches über das Wehr hinab zur Giegel Aa strömte, die Wassermühle an der Rheiner Straße umging, wurde die Giegel Aa auch Möllenumflut (Mühlenumflut) genannt.[4]

Das Flootwerk wurde 1565[5] errichtet und auf einer Karte aus 1616 als Hopster Mollen Omfloed gekennzeichnet. 1747 wurde das Flootwerk aus Steinen neu errichtet. Nach dem Abriss des Flootwerkes 1962 sicherte sich der Hopstener Heimatverein einen Stein mit Inschrift zur Erbauung aus dem Flootwerk.

Der Lauf der Giegel Aa verkürzte sich durch die Verlegung des Abzweiges um mehrere hundert Meter an seine heutige Stelle. Das alte Flussbett wurde zugeschüttet und teilweise bebaut.

Sonstiges

Die Giegel Aa hat neben der Moosbeeke Einzug in das Wappen der Gemeinde Schapen gefunden. Beide Flüsse bilden zusammen die zwei silbernen Wellenbalken im Wappen.[6]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI