Giftköder

Köder From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Giftköder ist ein Köder, der das Ziel hat, das angelockte Tier zu töten. Sie werden sowohl legal zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt als auch illegal zur Bestandsreduktion „unerwünschter“ Arten.

Köderbox mit Gift für Mäuse
Aufkleber zu einem Köder mit Rattengift

Formen von Giftködern

Bei der häufigsten Form wird einem Köder ein Giftstoff beigemischt. Hierbei treten die Vergiftungserscheinungen oft kurze Zeit nach der Einnahme auf. Bei modernen Rodentiziden tritt die Wirkung erst zeitverzögert ein, um zu verhindern, dass das Tier am Fundort verstirbt und so Artgenossen abschreckt. Um zu verhindern, dass Giftköder oder verendete Tiere versehentlich von falschen Tieren gefressen werden, werden diese oft in Köderboxen verkauft. Diese sollen sicherstellen, das nur eine Tierart Zugang zu dem Köder hat. Zur schnellen Feststellung, dass Nutztiere oder Kinder Kontakt zu den Giften hatten, sind diese oft so eingefärbt, dass es sich auf Lippen und Zunge überträgt. Auch der Schadnagerkot lässt so eine Aufnahme erkennen.

Im Mittelalter wurden beispielsweise der gelbe und blaue Eisenhut zur Dezimierung von Füchsen und Wölfen genutzt und daher auch Wolfswurz genannt.[1]

Illegal verwendete Giftköder werden oft von ihren Verwendern selbst hergestellt.

Rechtliche Situation

Weltweit kommt es vielerorts zum illegalen Einsatz von Giftködern. Insbesondere bei der Verwendung gegen mittlerweile seltene oder von der Ausrottung bedrohte Arten, wie beispielsweise Greifvogelarten, die unter dem Sammelbegriff „Geier“ bekannt sind. Vergiftete Köder haben dabei nicht nur den Bestand der Bartgeier erheblich reduziert.[2]

In Deutschland ist der Einsatz von Giftködern zur Schädlingsbekämpfung gesetzlich geregelt.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise

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