Gildwiller

französische Gemeinde im Elsass From Wikipedia, the free encyclopedia

Gildwiller (deutsch Gildweiler) ist eine französische Gemeinde mit 261 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Kanton Masevaux-Niederbruck und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sud Alsace Largue.

Schnelle Fakten
Gildwiller
Gildwiller (Frankreich)
Gildwiller (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux-Niederbruck
Gemeindeverband Sud Alsace Largue
Koordinaten 47° 41′ N,  8′ O
Höhe 288–357 m
Fläche 5,02 km²
Einwohner 261 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 52 Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code
Website www.gildwiller.fr

Bürgermeisteramt und Schulgebäude
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Geografie

Gildwiller liegt 13 Kilometer südlich von Cernay im Sundgau im Tal des Soultzbach.

Geschichte

Der Name Gildwiller ist abgeleitet vom germanischen Namen Geldulf und vom lateinischen Wort villare,[1] was Gehöft oder Weiler heißt, und wiederum von villa abgeleitet ist.[2] Er bedeutet also „Gehöft des Geldulf“.

In den Urkunden des Klosters Murbach wird der Ort als Gyldulfoviler 728 erstmals erwähnt.[3] Dem Heiligen Morandus (1075–1115) wird nachgesagt, dass er das Bildnis Unserer Lieben Frau in der Wallfahrtskirche auf einem Hügel bei Gildweiler jeden Freitag besuchte. Der Wallfahrtsplatz gilt als einer der ältesten im Elsass.[4][5]

Bis 1648 gehörte die Gemeinde zur Grafschaft Pfirt. Ab dem Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871) bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Gildweiler im Reichsland Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Altkirch im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr191019621968197519821990199920072017
Einwohner253[6]152169188244282278280271
Kirche der Erscheinung des Herrn (Église de l’Épiphanie-de-Notre-Seigneur)

Wirtschaft

Das Bild der Landschaft wird von Obstbäumen, Feldern und Wald geprägt. Haupterwerbszweige sind Ackerbau, Rinderzucht und Forstwirtschaft. In Gildwiller ist außerdem eine Brauerei ansässig.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 308–310.
Commons: Gildwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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