Gilginia
Dorf in Polen
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Gilginia, bis 1996: Gilginie (deutsch (Groß) Gillgehnen[2]) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Miłakowo im Powiat Ostródzki.
| Gilginia | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Miłakowo | |
| Geographische Lage: | 54° 2′ N, 19° 59′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-310[1] | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOS | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Gudniki → Gilginia | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Geographische Lage
Gilginia liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer nordöstlich der Stadt Morąg bzw. 34 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte
Das heutige Gilginia war seinerzeit als Gilgehnen[3], später Gillgehnen, auch Groß Gillgehnen, ein Gut und ein Ort bereits in der Ordenszeit, gehörte damals zum Kammeramt Liebstadt in der Komturei Elbing.[4] Im Jahre 1785 wurde Groß Gillgehnen ein „adlig Gut und Vorwerk mit fünf Feuerstellen“ erwähnt, 1820 zählte das Gutsdorf 34 Einwohner.
Im Jahre 1848 verzeichnet der Regierungsbezirk Königsberg für das Patrimonialgericht des Fideikommisses Dohna-Reichertswalde im Kreis Mohrungen Gillgehnen, Groß als zugehörig und benennt es als Vorwerk, eingepfarrt nach Liebstadt mit vier Wohngebäuden bei 60 Einwohnern.
Als am 30. Juli 1874 der Amtsbezirk Reichertswalde im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, gehörte Gillgehnen als Teil des Gutsbezirks Reichertswalde dazu.[5] 87 Einwohner zählte Gillgehnen im Jahre 1885, im Jahre 1905 waren es 95.[4]
Am 31. Oktober 1928 wurde der Gutsbezirk Reichertswalde in eine Landgemeinde namens Sorrehnen umgewandelt,[5] davon waren die zugehörigen Orte Gudnick, Hartwich, Schodehnen und Sorrehnen ebenso wie das verpachtete Vorwerk Gillgehnen betroffen.
In Kriegsfolge wurde 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. Gillgehnen erhielt die polnische Namensform „Gilginie“ und war als Osada (= „Siedlung“) część wsi Gudniki (= ein „Teil des Dorfes Gudniki“). Im Jahre 1996 wurde der Ort verselbständigt und in „Gilginia“ umbenannt. Als solcher ist er heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Miłakowo im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion
Bis 1945 war Gillgehnen nach Liebstadt (Ostpreußen) eingepfarrt, sowohl evangelischerseits – zum Kirchenkreis Mohrungen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union zugehörig,[6] als auch römisch-katholischerseits – in die Herz-Jesu-Kirche ebendort.[4]
Der Bezug zu Miłakowo besteht heute noch katholischerseits. Die evangelischen Einwohner gehören zur Kirchengemeinde in Morąg in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Gilgina ist von Gudniki auf direktem Wege zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
