Gingerol

chemische organische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Gingerol, genauer [6]-Gingerol ist eine wichtige geschmacksgebende Komponente des Ingwerrhizoms (Zingiber officinale).[2] Gingerol ist die Hauptursache des scharfen Geschmacks von Ingwer.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Gingerol
Allgemeines
Name Gingerol
Andere Namen
  • [6]-Gingerol
  • (6)-Gingerol
  • 6-Gingerol
  • (S)-(+)-5-Hydroxy-1-(4-hydroxy-3-methoxy-phenyl)-decan-3-on (IUPAC)
Summenformel C17H26O4
Kurzbeschreibung

gelbliche, geruchlose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer (Listennummer) 607-241-6
ECHA-InfoCard 100.131.126
PubChem 442793
ChemSpider 391126
Wikidata Q421081
Eigenschaften
Molare Masse 294,39 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261264271280302+352305+351+338[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Verwandte Stoffe

Ingwerrhizom

Bisher wurden in Ingwer neun Gingerole und verschiedene Shogaole, wie 6-,8-,10-Shogaol identifiziert. 6-Shogaol ist ein Abbauprodukt von [6]-Gingerol, welches durch Wasserabspaltung entsteht. Ebenfalls im Ingwer enthaltene und für den Geschmack bedeutsame Stoffe sind Zingiberen und Zingiberol.

Analytik

Zur zuverlässigen qualitativen und quantitativen Bestimmung von Gingerol in verschiedenen Untersuchungsmaterialien eignet sich nach adäquater Probenvorbereitung die Kopplung der HPLC mit der Massenspektrometrie.[4][5][6][7][8][9][10]

Wirkung

Man vermutet zum einen, dass Gingerole, insbesondere die Shogaole, auf den Vanilloid-Rezeptor wirken und so eine anti-inflammatorische Reaktion auslösen.[2] Es konnte gezeigt werden, dass die Scharfstoffe (Gingerol, Shogaol) einen spezifischen Einfluss auf das Interleukin-/Cytokinmuster haben. Anhand des Interleukin-/Cytokinmusters kann man unterschiedliche Reaktionen auf eine Krankheit sehen.

Weiter konnte gezeigt werden, dass die Scharfstoffe die iNOS (inducable NO-Synthase) beeinflussen, was möglicherweise Auswirkungen auf die glatte Muskulatur hat und so eine Konstriktion oder Dilatation der Gefäße hervorruft.[11]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI