Giorgio Rebuffi
italienischer Comiczeichner und -autor (1928–2014)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Giorgio Rebuffi (* 7. November 1928 in Mailand; † 15. Oktober 2014) war ein italienischer Comiczeichner und -autor.
Leben
Rebuffi begann schon während seines Medizinstudiums, Comics zu zeichnen. Im Jahr 1948 debütierte er mit dem humoristischen Comic Sceriffo Fox in der Zeitschrift Gaie Fantasie. Ab 1951 übernahm Rebuffi, der inzwischen sein Studium abgebrochen hatte, um sich ganz auf das Comiczeichnen zu konzentrieren, den rund zehn Jahre zuvor von Rino Anzi und Giuseppe Caregaro geschaffenen Funny Cucciolo e Beppe und machte aus den ursprünglichen anthropomorphen Tierfiguren ein menschliches Duo. Damit war Rebuffi so erfolgreich, dass Cucciolo e Beppe ein Jahr später ein eigenes Heft bekam. Für Cucciolo schuf er im Jahr 1952 nach einer Idee von Roberto Renzi auch Tiramolla, den „Sohn aus Kautschuk und Kleber“, eine so bizarre wie originelle Figur, die unbegrenzt dehn- und verformbar ist und im Jahr 1959 ebenfalls ihr eigenes Heft erhielt. Schließlich entwickelte er Ende 1952 noch Trottolino, eine weitere anthropomorphe Tiergestalt, zunächst an ein Eichhörnchen angelehnt, die er allerdings schnell an andere Zeichner abgab. Sie war von vornherein für ein eigenständiges Magazin vorgesehen, und etliche Episoden dieser Serie erschienen in den 1960er Jahren unter dem Titel Bob und Bello im Comicheft Felix auch auf Deutsch.
Weitere in den 1950er und 1960er Jahren von Rebuffi gestartete Serien waren Pugacioff – ein stets hungriger Steppenwolf mit schwerem russischem Akzent, ursprünglich eine Nebenfigur aus Cucciolo e Beppe –, der Panda Lucky Loris und Tom Porcello. Im Jahr 1968 gründete er zusammen mit Luciano Bottaro und Carlo Chendi, der ein Jahr später den Text zu Tore Scoccia – Vita di un commesso viaggiatore interplanetario („Aus dem Leben eines interplanetarischen Handelsvertreters“) lieferte, das Studio Bierreci. Ab dem Jahr 1970 zeichnete Rebuffi für das Magazin Topolino verschiedene Disney-Serien, aus denen einige Geschichten auch auf Deutsch erschienen. Parallel dazu arbeitete er aber auch an eigenen Serien. Ab dem Jahr 1989 zeichnete er einige Episoden von Pif le Chien für das französische Magazin Pif Parade. Im Jahr 1996 war Rebuffi an L'Ultima Ballata, einer postumen Würdigung Hugo Pratts, beteiligt.
Im deutschsprachigen Raum erschienen in den 1950er Jahren mehrere von Rebuffis Arbeiten in Publikationen des Semrau Verlages. Der Verlag Illu Press veröffentlichte das Taschenbuch Cuno Clever (d. i. Tore Scoccia) im Jahr 1978.
Literatur
- Andreas C. Knigge: Comic Lexikon. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main, Berlin und Wien 1988, ISBN 3-548-36554-X, S. 372.
Weblinks
- Giorgio Rebuffi bei Lambiek (englisch)
- Giorgio Rebuffi in der Duckipedia
- Giorgio Rebuffi bei lfb.it (italienisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rebuffi, Giorgio |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Comiczeichner und -autor |
| GEBURTSDATUM | 7. November 1928 |
| GEBURTSORT | Mailand |
| STERBEDATUM | 15. Oktober 2014 |