Gitte Adler Reimer

grönländische Soziologin From Wikipedia, the free encyclopedia

Gitte Adler Reimer (gesch. Tróndheim; * 4. April 1968 in Nuuk)[1] ist eine grönländische Soziologin.

Leben

Gitte Adler Reimer ist die Tochter des aus Harndrup stammenden dänischen Rohrlegers Arnold Frederiksen und der aus Manermiut stammenden Grönländerin Andrea Reimer. Sie hat eine ältere Halbschwester väterlicherseits und eine nach der Geburts verstorbene ältere Halbschwester mütterlicherseits. Wegen der Arbeit ihres Vaters reiste sie nach ihrer Geburt viel durch Grönland. Als sie zwei Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern, und sie zog mit ihrer Mutter zu ihren Großeltern Peter und Evnike Reimer in Aasiaat. Als sie vier Jahre alt war, ließ sich ihre Mutter in Dänemark zur Friseurin ausbilden und ließ ihre Tochter bei den Großeltern zurück. Sie besuchte die Schule in Aasiaat, bis sie sieben Jahre alt war, woraufhin sie mit ihrer Mutter nach Nuuk zog. Nach dem Schulbesuch an der Atuarfik Samuel Kleinschmidt besuchte sie das gerade eröffnete erste Gymnasium Grönlands in Nuuk. Sie wollte ursprünglich Juristin werden, aber wurde nach dem Schulabschluss schwanger und blieb in Grönland, anstatt in Dänemark Jura zu studieren.

Um 1991 begann sie ein Studium in Gesellschaftswissenschaften am Ilisimatusarfik. Nach der ersten Tochter 1989 bekam sie zwei weitere Kinder 1993 und 1998, weswegen sich ihr Studium verzögerte. Sie hat vier eigene Enkelkinder und sechs Stiefenkel von ihrem zweiten Mann. 2011 schloss sie eine Promotion zum Thema Familie und Geschlecht in grönländischen Stadtgesellschaften ab und wurde anschließend Abteilungsleiterin für Kultur- und Gesellschaftsgeschichte am Ilisimatusarfik. 2015 wurde sie Institutsleiterin für Kultur, Sprache und Geschichte. 2017 wurde sie Rektorin der Universität, was sie bis 2025 blieb.[1]

2024 erhielt sie das Ritterkreuz des Dannebrogordens.[2]

Einzelnachweise

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