Wikiwand AI

Giulia Andreani

italienische Malerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Giulia Andreani (* 1985 in Venedig) ist eine italienische Malerin.[1] Ihre Arbeiten setzen auf Recherche in Archiven, Fotografien und eine zeitgenössische Fortschreibung der Historienmalerei, die kunsthistorische, politische und feministische Akzente setzt.[2][3]

Giulia Andreani (2026)

Leben

Andreani studierte Malerei in Venedig und zog anschließend nach Paris, wo sie Kunstgeschichte an der Universität Paris IV (Université Paris-Sorbonne) studierte.[2] Im Jahr 2018 beendete sie eine Residenz an der Villa Medici in Rom.[2] 2022 wurde sie für den Prix Marcel Duchamp nominiert.[4] 2024 nahm sie auf Einladung von Adriano Pedrosa[1] an der 60. Biennale di Venezia teil.[5] 2026 richtete der Hamburger Bahnhof in Berlin mit Sabotage ihre erste Einzelausstellung in Deutschland aus.[6]

Wirken

Andreani entwickelt ihre Bilder aus Bibliotheken, Archiven, alten Fotografien und Familienalben, die sie malerisch neu zusammenfügt.[7] Dabei ist ihre fast durchgängige Arbeit in Paynesgrau charakteristisch, das ihren Gemälden eine Nähe zu historischen Schwarzweißaufnahmen verleiht und den Blick auf Sujet und Kontext konzentrieren soll.[8][9] Die Kritik beschrieb ihre Malerei als Aneignung der traditionell männlich kodierten Historienmalerei, in der sich kunsthistorische Referenzen und Feminismus- und Machtgeschichte überlagern.[3] In L’improduttiva, das 2023/2024 in der Collezione Maramotti, gezeigt wurde, verarbeitete sie Recherchen in Reggio Emilias Archiven zur lokalen Geschichte und zu Frauenbiografien; dabei rückte sie Näherinnen, frühere Patientinnen des Ospedale San Lazzaro, Maria Melato und Nilde Iotti, in neue Bildzusammenhänge.[9][10] 2022 zählte sie bei der Biennale de Lyon zu den herausragenden Positionen der Ausstellung, deren vergessene und fantastische Frauengeschichten in Paynesgrau besonders hervorzuheben waren.[11] In Sabotage zeigte sie 2026 im Hamburger Bahnhof in Berlin Gemälde und museale Objekte und stellte kindliche Bildnisse Wladimir Putins und Donald Trumps in irritierende räumliche Bezüge.[6][7]

Ausstellungen (Auswahl)

Commons: Giulia Andreani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks