Glatzenstein

Nebengipfel des Hansgörgels in der Fränkischen Alb im Landkreis Nürnberger Land in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Glatzenstein ist ein 572 m ü. NHN[1] hoher Nebengipfel des Hansgörgels in der Fränkischen Alb aus Jurakalk. Er liegt überwiegend im Gemeindegebiet von Neunkirchen am Sand, Teile gehören zu Kirchensittenbach und Schnaittach im Landkreis Nürnberger Land.

Schnelle Fakten
Glatzenstein
Panoramabild des Glatzensteins aus Richtung Westen
Panoramabild des Glatzensteins aus Richtung Westen
Höhe 572 m ü. NHN
Lage Landkreis Nürnberger Land, Bayern (Deutschland)
Gebirge Fränkische Alb
Dominanz 2,4 km Großer Hansgörgel
Schartenhöhe 38 m Einsattelung zum Großen Hansgörgel
Koordinaten 49° 32′ 39″ N, 11° 22′ 27″ O
Glatzenstein (Bayern)
Glatzenstein (Bayern)
Gestein Jurakalk
Besonderheiten Aussichts- und Kletterfelsen
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pd4

Geographische Lage

Der stark bewaldete Glatzenstein befindet sich in der Hersbrucker Schweiz, dem nach Hersbruck benannten Teil der Fränkischen Alb, und gehört zum Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst.

Die Gipfelkuppe des Glatzensteins liegt rund 500 Meter nördlich von Weißenbach und etwa 1 Kilometer nordöstlich von Kersbach, beides Gemeindeteile von Neunkirchen. Bis nahe an die Kuppe reicht das Gemeindegebiet von Kirchensittenbach, dessen Ortsteil Oberkrumbach sich zirka 1,5 Kilometer östlich des Gipfels befindet. Bis auf die Nordflanke des Gipfelbereichs reicht das Gemeindegebiet von Schnaittach, dessen Gemeindeteil Siegersdorf rund 1 Kilometer nördlich des Gipfels liegt.

Der kleine Kersbach fließt als östlicher Schnaittach-Zufluss etwa in Nordost-Südwest-Richtung westlich am Glatzenstein vorbei.

Tourismus

Blick vom Glatzenstein nach Westen

Bei guten Witterungsverhältnissen bietet sich vom Glatzenstein ein herrlicher Ausblick auf das Nürnberger Land. Dadurch ist er in den Frühlings-, Herbst- und Sommermonaten ein beliebtes Wanderziel.

Das Kalksteinmassiv des Gipfelbereichs enthält derzeit 34 teilweise frisch sanierte Kletterrouten. Die Wandhöhe beträgt stellenweise über 30 Meter. Die Schwierigkeitsgrade nach der UIAA-Skala erstrecken sich von 4 bis 9. Ein Aussteigen auf dem höchsten Punkt sowie das Erstbegehen neuer Routen ist nicht gestattet.

Archäologische Funde

Direkt unterhalb des Aussichtsfelsens am höchsten Punkt befindet sich die Glatzensteinhöhle (Höhlenkataster Fränkische Alb, D 2) die vermutlich bereits in vorgeschichtlicher Zeit genutzt wurde.[2] Dort wurden einige antike Scherben gefunden, aus denen ein Tonlöffel rekonstruiert werden konnte, dessen Entstehung auf die Zeit um 500 v. Chr. bestimmt wurde.

Um diesen Aussichtsfelsen befindet sich ein halbrunder Kreisgraben vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung.[3] Vermutlich wurde von dort aus die Festung Rothenberg auf dem gegenüberliegenden Rothenberg beschossen.

Siehe auch

Commons: Glatzenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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