Glor-Berg
Fraktion in der Gemeinde Kals am Großglockner, Bezirk Lienz
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Glor-Berg (früher Berg) ist eine Ortschaft (Fraktion) der Gemeinde Kals am Großglockner. Die Ortschaft hat 84 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025)[1].
| Glor-Berg (Ortschaft) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Lienz (LZ), Tirol | |
| Pol. Gemeinde | Kals am Großglockner | |
| Koordinaten | 47° 0′ 15″ N, 12° 38′ 57″ O | |
| Höhe | 1280 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 59 (1. Jän. 2025) | |
| Postleitzahl | 9981 Kals am Großglockner | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 16800 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Kals am Großglockner (70712 000) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS | ||
Geographie
Glor-Berg umfasst fast gesamte Ködnitztal mit Ausnahme des Bereichs kurz vor der Einmündung des Ködnitzbachs in den Kalserbach. An der Einmündung zum Kalser Tal befindet sich, westlich angrenzend an Glor-Berg die Ortschaft Ködnitz. Zudem stellen Unterburg und Burg im Nordwesten benachbarte Ortschaften von Glor-Berg dar. Die Ortschaft Glor-Berg umfasst den an Ködnitz angrenzenden Weiler Glor und die am Südabhang des Figerhorns gelegene Streusiedlung Berg, zu der die Einzelsiedlungen Fritz, Groder und Tinkl gehören. Zudem liegen das Lucknerhaus, die Lucknerhütte, die Stüdlhütte, Glorerhütte sowie die Berger Ochsnerhütte, die Glorer-Gärten-Alm, die Huteralm, die Jörgnalm, die Nigglalm, die Oberfigeralm, die Raineralm, die Schliederleralm und die Tinklwinklalm zu Glor-Berg.
Geschichte und Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung[2]
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Die Ortschaft Glor-Berg wurde bis in die 1960er Jahre als Berg bezeichnet und in der Folge in den heutigen Namen umbenannt. Die Ortschaft Glor wird urkundlich erstmals im Jahr 1299 als Anglar bzw. 1428 als Angular urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich aus dem romanischen angulare (im Winkel gelegen) ab.[3] Der Namensbestandteil Berg bezeichnet Lage der Streusiedlung Berg am Abhang des Figerhorns.
Die Bevölkerungszahl der Ortschaft war Mitte des 19. Jahrhunderts rund drei Mal höher als jetzt. Da die Gebäudeanzahl lange Zeit nicht wuchs und die Anzahl der Bewohner pro Gebäude schrumpfte, verlor die Ortschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast die Hälfte ihrer Einwohner. Während die Ortschaft Berg auf Grund ihrer Steillage auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schrumpfte, konnte Glor seine Einwohnerzahl in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend halten. Zudem bestand hier die Möglichkeit zur Errichtung von Neubauten. Seit den 1980er Jahren stagniert die Bevölkerung der Ortschaft.
Sehenswürdigkeiten
In Glor-Berg bestehen zwei Kapellen. Die Schliederlekapelle in der Streusiedlung Berg gehört zum gleichnamigen Hof, zudem beherbergt die Jörgnalm die Ködnitzkapelle. Eine wichtige Rolle für den Tourismus nehmen das Lucknerhaus, die Lucknerhütte, die Glorerhütte und die Stüdlhütte ein. Sie alle liegen nahe oder am Fuße des Großglockners.

