Glucoiberin

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Glucoiberin ist ein Glucosinolat, das in Brokkoli, Grünkohl und einigen anderen Pflanzen vorkommt. Die Seitenkette weist eine Sulfoxidgruppe auf. Es ist strukturell eng verwandt mit Glucoraphanin, das lediglich in der Seitenkette eine zusätzliche Methylengruppe (CH2) trägt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Glucoiberin
Vereinfachte Struktur mit unspezifizierter Stereochemie am Sulfoxid-Schwefel
Allgemeines
Name Glucoiberin
Summenformel C11H21NO10S3
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff (Kaliumsalz)[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 554-88-1
PubChem 9548622
Wikidata Q27106758
Eigenschaften
Molare Masse 423,5 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

135–145 °C (Kaliumsalz)[1]

Löslichkeit
  • löslich in Wasser (Kaliumsalz)[1]
  • schwer löslich in Ethanol (Kaliumsalz)[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]

Kaliumsalz

keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Grünkohl

In Brokkoli kommt eine größere Zahl verschiedener Glucosinolate vor, darunter neben Glucoerucin und Glucoraphanin auch Glucoiberin.[2] Die wichtigsten Glucosinolate in Grünkohl sind Sinigrin, Glucoiberin und Glucobrassicin.[3] Daneben kommt es in Physaria fendleri[4] und der Bitteren Schleifenblume[5] vor.

Eigenschaften

Durch Hydrolyse von Glucoiberin entsteht das Isothiocyanat Iberin.[4]

Einzelnachweise

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