Gollenbach
Gemeindeteil der Gemeinde Mistelgau
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Gollenbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Gollenbach liegt in der Gemarkung Plösen.[3]
Gollenbach Gemeinde Mistelgau | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 53′ N, 11° 25′ O |
| Höhe: | 447 m ü. NHN |
| Einwohner: | 196 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95490 |
| Vorwahl: | 09279 |
Geografie
Das Dorf liegt am Fuße der Neubürg (586 m ü. NHN, 1,2 km westlich) und des Hollerbergs (538 m ü. NHN, 0,9 km südöstlich), die beide zu den nördlichen Ausläufern der Fränkischen Schweiz gehören. Beim Ort entspringen mehrere Quellen des Gollenbachs, eines linken Zuflusses der Weides, die selbst von links in die Truppach mündet. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Plösen zur Kreisstraße BT 2 (1,4 km nordöstlich) bzw. zur BT 2 (0,7 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt, die BT 2 kreuzend, nach Harloth (0,7 km nordwestlich).[4]
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Gollenbach 12 Anwesen (6 Sölden, 2 Halbsölden, 1 Dreiviertelsölde, 1 Viertelsölde, 1 Tropfhaus, 1 Hirtenhaus). Die Hochgerichtsbarkeit, die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu.[5]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Infolge des Gemeindeedikts wurde Gollenbach dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Mistelgau zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Gollenbach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde Gollenbach in die Gemeinde Plösen eingegliedert.[6] Am 1. Januar 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Mistelgau eingegliedert.[7]
Baudenkmal
- Haus Nr. 11: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Gollenbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Mistelgau) gepfarrt.[5][16]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Gollenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 361 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Gallenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 746 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Bayreuth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 6). Deutscher Kunstverlag, München 1959, DNB 451450914, S. 118.
- Georg Paul Hönn: Gollenbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 252 (Digitalisat).
- Richard Winkler: Bayreuth – Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 30). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1999, ISBN 3-7696-9696-4.
Weblinks
- Gollenbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 28. November 2022.
- Gollenbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 3. August 2020.
- Gollenbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 3. August 2020.