Gordon Schnieder

deutscher Politiker (CDU), MdL From Wikipedia, the free encyclopedia

Gordon Schnieder (* 8. Juli 1975 in Trier) ist ein deutscher Politiker (CDU). Seit 2016 ist er Abgeordneter im Landtag Rheinland-Pfalz. Seit April 2023 ist er Fraktionsvorsitzender seiner Partei und somit auch Oppositionsführer im rheinland-pfälzischen Landtag. Seit September 2024 ist er Landesvorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz. Gordon Schnieder war Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl 2026.

Gordon Schnieder (2016)

Leben

Gordon Schnieder wurde am 8. Juli 1975 in Trier[1] geboren und wuchs mit drei Geschwistern in Birresborn im Landkreis Vulkaneifel auf. Er ist Bruder des Bundestagsabgeordneten und amtierenden Bundesministers für Verkehr Patrick Schnieder.

Nach dem Abitur in Gerolstein leistete Schnieder seinen Grundwehrdienst und studierte anschließend von 1995 bis 1998 an der Fachhochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen in Nordkirchen. Nach seinem Diplom als Finanzwirt war er bis 2001 in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen tätig, bevor er in die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz wechselte. Dort war er von Januar 2002 bis April 2004 im Sitzungsdienst tätig. Von Mai 2004 bis März 2014 war er stellvertretender Kämmerer des Eifelkreises Bitburg-Prüm. Von April 2014 bis zu seiner Wahl in den Landtag war er als Leiter der Kommunalaufsicht tätig.

Schnieder lebt in Birresborn, ist römisch-katholisch, verheiratet und hat drei Kinder.

Er ist Alter Herr der katholischen Studentenverbindung KDStV Grotenburg (Detmold) Köln im CV, die 2012 in der KDStV Asgard (Düsseldorf) Köln im CV aufging, der er seitdem ebenfalls angehört, sowie der KÖHV Sängerschaft Waltharia Wien im ÖCV.[2][3] 2014 wurde Schnieder zum Vizepräsidenten des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz gewählt.[4]

Seine Hobbys sind das Kochen[5] und Wandern.[6]

Politische Karriere

Gordon Schnieder trat 1991 in die CDU ein[7]. Als politisches Vorbild sieht er Helmut Kohl[8]. 2004 wurde er in den Kreistag des Landkreises Vulkaneifel gewählt. Seit 2010 stand Schnieder der CDU im Landkreis Vulkaneifel und seit 2013 der CDU-Kreistagsfraktion vor. 2014 wurde er zum Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Birresborn gewählt.[9] Dieses Amt hatte er bis 2019 inne.

Bei den Landtagswahlen 2016 und 2021 wurde er jeweils als Wahlkreiskandidat im Wahlkreis Vulkaneifel direkt in den rheinland-pfälzischen Landtag gewählt.[10]

Gordon Schnieder war bis Dezember 2017 CDU-Obmann in der Enquete-Kommission Wirtschafts- und Standortfaktor Tourismus in Rheinland-Pfalz. Diese nahm im September desselben Jahres ihre Arbeit auf.[11]

Schnieder war von 2017 bis 2021 Landesvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung Rheinland-Pfalz und von 2019 bis 2021 stellvertretender Bundesvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands.

Er wechselte im Dezember 2017 in den Innenausschuss des Landtages Rheinland-Pfalz und wurde Kommunalpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. In der 18. Wahlperiode ist Schnieder Mitglied im Innenausschuss und im Kulturausschuss. Gleichzeitig war er stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Am 22. März 2023 wurde er als Nachfolger von Christian Baldauf zum Vorsitzenden der Landtagsfraktion gewählt.[12]

Gordon Schnieder (2025)

Am 21. September 2024 wurde Schnieder zum Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz und zu deren designierten Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 gewählt.[13] Am 15. November 2025 wurde er durch eine Landesvertreterversammlung in Morbach mit 99,5 % Prozent der Stimmen offiziell auf Platz 1 der Landesliste gewählt.[14] Bei der Wahl am 22. März 2026 erzielte die CDU mit Schnieder als Spitzenkandidat 31 % der Stimmen und wurde damit erstmals seit 1991 wieder stärkste Kraft bei einer rheinland-pfälzischen Landtagswahl.[15]

Commons: Gordon Schnieder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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