Gosenbach

westlicher Stadtteil der Kreisstadt Siegen im Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Gosenbach ist ein Stadtteil im Westen der Stadt Siegen.

Schnelle Fakten Stadt Siegen ...
Gosenbach
Stadt Siegen
Wappen von Gosenbach
Koordinaten: 50° 51′ N,  58′ O
Höhe: 267 (250–400) m
Fläche: 2,94 km²
Einwohner: 2293 (31. Dez. 2016)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Juli 1966
Eingemeindet nach: Eiserfeld
Postleitzahl: 57080
Vorwahl: 0271
Karte
Lage von Gosenbach in Siegen
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Geografie

Er grenzt im Nordwesten an den Stadtteil Oberschelden, im Osten an Siegen und im Süden an Niederschelden. Gosenbach ist ca. 3 km² groß und liegt in einem engen von Nordosten nach Südwesten verlaufenden Tal, welches vom Gosenbach durchflossen wird. In der Ortsmitte mündet der aus Oberschelden kommende Scheldebach in den Gosenbach.

Der niedrigste Punkt befindet sich am Talausgang des Gosenbachs an der Grenze zu Niederschelden und hat eine Höhe von 236 m ü. NN. Der höchste Punkt ist der Gipfel der Roten Kirche und hat eine Höhe von 439 m ü. NN. Die Niederschlagsmenge beträgt etwa 1.000 mm pro Jahr.

Geschichte

Gosenbach wurde am 25. November 1347 als „Gosinbach“ erstmals urkundlich erwähnt. In der Urkunde ist von einem Hof zu Gosenbach die Rede.[1] Der Selbacher Hof im Ortsgebiet wurde 1347 erstmals erwähnt. Er war im Besitz des alten Adelsgeschlechts der Selbacher. Der zweite große Gosenbacher Hof war der Wildenburger Hof.

Der Bergbau hat in Gosenbach eine lange Geschichte, die erst 1942 endete, als die letzte Grube, Storch & Schöneberg geschlossen wurde. Die Gesamtteufe betrug zuletzt 1162,7 m, zur Zeit der Stilllegung die tiefste Eisenerzgrube Europas. Erst später wurde sie durch die Gruben Pfannenberger Einigkeit und Eisenzecher Zug übertroffen. Neben den Erzgruben bestand zwischen 1417/1444 und 1927 die Gosenbacher Hütte, in der das Gosenbacher Erz verhüttet wurde.

1958 wurde die neue Kirche des Ortes eingeweiht, für die das alte Maschinenhaus der Grube Storch & Schöneberg fünf Jahre lang umgebaut wurde.

Bis 1878 gehörte Gosenbach als eigenständige Gemeinde dem Amt Weidenau an, zwischen 1878 und 1966 dem Amt Eiserfeld und wurde zum 1. Juli 1966 in die neue Stadt Eiserfeld eingemeindet[2], die wiederum am 1. Januar 1975 in die Stadt Siegen eingemeindet wurde.[3]

Wappen

Wappen der ehemaligen Gemeinde Gosenbach
Wappen der ehemaligen Gemeinde Gosenbach
Blasonierung: „In Orange über einem blauen Wellenbalken ein blauer mit roten Erzbrocken gefüllter Grubenwagen.“[4]
Wappenbegründung: Das Wappen wurde am 5. Oktober 1956 vom nordrhein-westfälischen Innenminister genehmigt. Der Grubenwagen versinnbildlicht den in der Gemeinde Gosenbach seit dem 15. Jahrhundert urkundlich bezeugten Erzbergbau. Der Wellenbalken spielt auf den Namen Gosen-"bach" an. Die Farben Orange und Blau 'erinnern an die Zugehörigkeit zum ehemaligen Fürstentum Siegen.

Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen des Ortes:[5][6][7]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
160020
170039
1800[8]102
1818106
1880[8]921
1885[9]1027
18901125
1895[8]1079
Jahr Einwohner
1905[8]1430
1910[10]1557
1925[11]1545
1933[12]1627
1939[12]1588
19502050
19622389
1965[13]2481
Jahr Einwohner
1961[14]2386
1994[15]2839
20002646
20042565
20062489
20082455
20092416
20102417
Jahr Einwohner
20112406
20122405
20132341
20142312
20152300
20162293
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Infrastruktur

Gosenbach verfügt über einen Sport-, einen Bolz- und mehrere Tennisplätze. Im Ort stehen eine Turnhalle und eine Schulsportanlage zur Verfügung. Daneben hat Gosenbach eine eigene Grundschule. Industrie gibt es im Gosenbacher Süden in Richtung Niederschelden. Zudem befindet sich in Gosenbach ein Kriegerehrenmal von 1914/1918 und eine am 30. August 1953 eingeweihte Kriegsgräberstätte.[16]

Durch den Ort führt die Landstraße 533, die von Niederschelden nach Achenbach führt. Im Ort selbst zweigt die L 907 nach Oberschelden ab. Gosenbach ist über die Auffahrt Siegen an die Bundesautobahn 45 angeschlossen. Der nächste Bahnhof befindet sich in Niederschelden.

Neben der 1979 neu eingefassten Gosenbach-Quelle hat der Heimat- und Verschönerungsverein Gosenbach zwei Latene-Schmelzöfen nachgebaut.[17] Zur Gosenbach-Quelle und zu den Öfen findet man nähere Informationen auf dort aufgebauten Schautafeln.

Persönlichkeiten

Der Lehrer und Prähistoriker Otto Krasa (1890–1972) lehrte in Gosenbach an der evangelischen Volksschule und erforschte die Vorgeschichte des Siegerlandes. Er schrieb die Chronik der Gemeinde Gosenbach und wurde 1970 zum Ehrenbürger der Stadt Eiserfeld ernannt.

Einzelnachweise

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