Gossenreuth

Gemeindeteil des Markts Weidenberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern) From Wikipedia, the free encyclopedia

Gossenreuth ist ein Gemeindeteil des Markts Weidenberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[2] Gossenreuth liegt in der Gemarkung Görschnitz.[3]

Schnelle Fakten Markt Weidenberg ...
Gossenreuth
Koordinaten: 49° 58′ N, 11° 43′ O
Höhe: 526 m ü. NHN
Einwohner: 49 (Apr. 2020)[1]
Postleitzahl: 95466
Vorwahl: 09278
Schließen

Geographie

Das Dorf liegt in Hanglage am Rande des Sophienthaler Forstes. Durch den Ort fließt der Lukasgraben, ein rechter Zufluss des Weißenbächleins. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Görschnitz zur Staatsstraße 2181 (1,5 km westlich) bzw. nach Heßlach (0,8 km südlich). Ein Anliegerweg führt nach Keilstein (0,2 km nördlich).[4]

Geschichte

Der Ort wurde 1378 als „Gozenreuth“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Grundwort -reuth bedeutet Rodung, das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Gozo.[1][5]

Gossenreuth bildete mit Eichleithen und Keilstein eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Gossenreuth 9 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen dem Hofkastenamt Bayreuth und dem Amt Weidenberg. Grundherren waren das Hofkastenamt Bayreuth (3 Halbhöfe, 1 Sölde) und das Amt Weidenberg (1 Hof, 2 Güter, 2 Halbgütlein).[6]

Von 1797 bis 1810 unterstand Gossenreuth dem Justiz- und Kammeramt Neustadt am Kulm. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Gemeindeedikts wurde Gossenreuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Görschnitz zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Gossenreuth, zu der Eichleithen und Keilstein gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Weidenberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde die Gemeinde nach Görschnitz eingegliedert.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Gossenreuth am 1. Januar 1978 nach Weidenberg eingemeindet.[8]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002020
Einwohner  *8576907473777850474949
Häuser[9]  *1212119111111
Quelle [7][10][11][12][13][14][15][16][17][18][1]
Schließen
* 
inklusive Eichleithen und Keilstein

Religion

Gossenreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war teils nach Weidenberg, teils nach Nemmersdorf gepfarrt.[6][16]

Literatur

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI