Gouva
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Gouva (griechisch Γούβα) ist ein Stadtteil der griechischen Hauptstadt Athen. Das Viertel entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wurde zunächst von verarmten Athenern besiedelt. Später ließen sich dort auch Flüchtlinge aus Kleinasien sowie Arbeitskräfte aus dem griechischen ländlichen Raum nieder.

Etymologie
Der Name „Gouva“ bedeutet im Griechischen wörtlich etwa Mulde oder Vertiefung. Die Bezeichnung hängt wahrscheinlich mit der topographisch etwas tieferen Lage des Gebiets zusammen, insbesondere im nördlichen Teil des Viertels. Das alternative Viertelnamen Agios Artemios entstand rund um die gleichnamige Kirche, die bis heute ein lokaler Orientierungspunkt ist.
Lage
Gouva liegt südlich des ersten Athener Friedhofs. Zu den angrenzenden Stadtbezirken und Gemeinden gehören u. a. Pangrati, Dafni, Mets und Gyzi.
Stadtbild
Gouva ist ein heute dicht bebautes Stadtviertel und weist eine hohe Bevölkerungsdichte auf[1], weshalb städtische Projekte heute gezielt kleine Grünflächen schaffen, etwa sogenannte Pocket-Parks, die ehemalige brachliegende Flächen in begrünte Aufenthaltsorte umwandeln sollen. Solche Mikro-Parks sollen die Lebensqualität und das Mikroklima in dem dicht bebauten Quartier verbessern und mehr soziale Treffpunkte bieten.[2]
In den letzten Jahren hat Gouva deutliche Veränderungen erlebt. Immobilienpreise und Mieten sind stark gestiegen. Gründe dafür sind unter anderem die Nähe zum Zentrum ohne direkte Touristendichte, gute Bus- und Straßenanbindung, steigende Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum sowie langsame Gentrifizierungsprozesse.[3]