Greffern

Ortsteil von Rheinmünster, Baden-Württemberg, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Greffern ist seit der Gemeindeverwaltungsreform vom 1. Oktober 1974 ein Ortsteil der Gemeinde Rheinmünster im baden-württembergischen Landkreis Rastatt.[2] Es hat (Stand 2018) 2051 Einwohner und ist damit der bevölkerungsreichste Ortsteil im Gemeindegebiet.

Schnelle Fakten Gemeinde Rheinmünster ...
Greffern
Gemeinde Rheinmünster
Wappen von Greffern
Koordinaten: 48° 45′ N,  0′ O
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 7,68 km²
Einwohner: 2066 (9. Nov. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 269 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 77836
Vorwahl: 07227
St. Johannes und Paulus
St. Johannes und Paulus
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Rhein bei Greffern: Blick von der Rheinfähre nach Norden in Richtung Dalhunden.
Luftaufnahme: Chemiepark Rheinmünster im Vordergrund, Greffern oben links, Rhein oben rechts, Blick flussaufwärts.

Greffern liegt rechtsrheinisch unmittelbar am Rhein, der hier die Grenze zu Frankreich bildet. Südwestlich der Ortschaft befindet sich der Altrheinarm Kirchhöfel und westlich der Grefferner Altrhein. Jenseits des Rheins liegen die französischen Gemeinden Dalhunden und Drusenheim.

Bis zur Rheinbegradigung musste der Ort aufgrund der ständig wechselnden Rheinverläufe mehrmals verlegt werden. 2005 wurde der Polder Söllingen/Greffern fertiggestellt, der durch gezielte Überflutung der unbesiedelten Rheinauen zwischen Freistett und Hügelsheim einen Beitrag zum Hochwasserschutz leistet.

Archäologische Besiedlungsnachweise reichen bis in die römische Zeit. Ein römisches Fundstück, wahrscheinlich ein Altarstein, ist nahe der Schule öffentlich aufgestellt.

Zwischen Greffern und dem französischen Ort Drusenheim verkehrt die Autofähre „Drusus“ über den Rhein.

Größter Arbeitgeber war lange Zeit die Firma Dow Chemical, die in Greffern ein Zweigwerk unterhielt. Das Werk in Greffern wurde 1965 aufgebaut und stellte den ältesten Produktionsstandort des Dow-Konzerns in Deutschland dar. Im zweiten Halbjahr 2019 wurden die Produktionsanlagen von Dow von der Firma Trinseo übernommen. Trinseo erweiterte durch diese Übernahme seine schon bestehende Produktion am Standort Rheinmünster. Zusammen mit Niederlassungen der Unternehmen Evonik, Olin und Ravago bildet der Trinseo-Standort den Chemiepark Rheinmünster. Im Zuge der Veräußerung der Geschäftsanteile von Dow übernahm Trinseo auch den Betrieb des Chemieparks und verantwortete ab der Übernahme standortbezogene Dienstleistungen wie die Instandhaltung, Logistik und Entsorgung.[3][4][5]

Kirchengebäude

Die neogotische Pfarrkirche St. Johannes und Paul wurde 1887–1888 nach Plänen des Bühler Architekten Karl Hoerth erbaut. Sie ersetzte eine barocke Kirche von 1746, die baufällig geworden war und den Bedürfnissen der Pfarrgemeinde nicht mehr entsprach. Das Baumaterial, insbesondere der Sandstein, stammt aus dem elsässischen Lutzelbourg. Das Patrozinium der Kirche, die den frühchristlichen Märtyrern Johannes und Paul geweiht ist, wird am 26. Juni gefeiert.[6]

Glocken

Die Kirche besitzt ein dreistimmiges Geläut, das 1956 von der Karlsruher Glockengießerei gegossen wurde und in seiner Melodiefolge das Te-Deum-Motiv aufgreift. Die Glocken hängen an Eichenholzjochen in einem Stahlglockenstuhl innerhalb eines massiven, mittig über dem Eingangsportal errichteten Glockenturms. Er verfügt auf drei Seiten über Uhrenzifferblätter, die unterhalb der Glockenstube angebracht sind. Alle drei Bronze-Glocken sind mit Schlagwerken ausgestattet.[7]

Weitere Informationen Glocke, Gussjahr ...
Glocke Gussjahr Material Durchmesser Gewicht Schlagton Uhrenschlag
1 1956 Bronze 1030 mm 625 kg g′+1 Stundenschlag
2 860 mm 370 kg b′±0 Viertelstundenschlag
3 780 mm 295 kg c″-1 Viertelstundenschlag
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Einzelnachweise

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