Gregor Hartl
deutscher Politiker (CSU), Landrat und Senator (Bayern)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Gregor Hartl (* 22. Februar 1902 in Laufen (Salzach); † 11. April 1980 in München) war ein deutscher Politiker der CSU.[1]
Leben
Nachdem er ein humanistisches Gymnasium besucht hatte, studierte Hartl Jura an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss das Studium 1928 mit der Staatsprüfung ab. 1929 begann er als Assessor der Regierung von Niederbayern in Landshut. Von 1931 bis 1936 war er Regierungsrat im Bezirksamt Wertingen, danach bis 1938 bei der Polizeidirektion Augsburg. Von 1938 an leitete er das Bezirksamt in Regen (ab 1939 bis 31. Juli 1942 als Landrat), danach war er vom 1. August 1942 bis 20. Juli 1945 Landrat des Landkreises Cham. Am 20. Juli 1945 wurde er amtsenthoben.
Zum 1. Mai 1933 war er in die NSDAP (Mitgliedsnummer 3.550.482) eingetreten und Mitarbeiter des Gauamts für Beamte. Daneben gehörte er dem Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps an.[2]
Nach 1945 trat er in die CSU ein und war gewählter Landrat in Cham (5.–20. Juni 1948), dann in Neunburg vorm Wald und ab 1952 Vilsbiburg (1. Mai 1952–30. April 1970). 1958 zog er in den niederbayerischen Bezirkstag ein, in dem er 1962 Vizepräsident wurde. Von 1964 bis 1969 war er zudem Mitglied des Bayerischen Senats. 1971 wurde er Präsident des Bayerischen Landesverbands für Obst-, Gartenbau und Landespflege.
Hartl war zeit seines Lebens in Vilsbiburg wohnhaft. Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindung KStV Ottonia München.
Ehrungen
- Bayerischen Verdienstorden (verliehen am 13. Dezember 1965)
Weblinks
- Gregor Hartl in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek.