Greifenthal

Ortsteil von Ehringshausen From Wikipedia, the free encyclopedia

Greifenthal ist ein Ortsteil von Ehringshausen im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Schnelle Fakten Gemeinde Ehringshausen ...
Greifenthal
Gemeinde Ehringshausen
Koordinaten: 50° 37′ N,  19′ O
Höhe: 235 m ü. NHN
Fläche: 2,12 km²[1]
Einwohner: 246 (30. Juni 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35630
Vorwahl: 06449
Karte
Lage von Greifenthal in Ehringshausen
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Geographie

Geographische Lage

Die Ortschaft liegt im Gladenbacher Bergland, dem östlichen Ausläufer des Westerwaldes, im Tal des Erschbaches, eines rechten Zuflusses der Dill. Greifenthal ist der westlichste Ortsteil der Gemeinde Ehringshausen.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden des Ortsteils Greifenthal sind im Uhrzeigersinn: im Nordosten der Ortsteil Katzenfurt, im Osten der Ortsteil Daubhausen und im Westen die Gemeinde Greifenstein.

Geschichte

Ortsgeschichte

Nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes durch König Ludwig XIV. nahm Graf Wilhelm Moritz von Solms-Greifenstein im Jahr 1685 190 aus Frankreich vertriebene Hugenotten auf und ließ sie in Daubhausen ansiedeln. Für diese Ankömmlinge wurde im gleichen Jahr das Filialdorf Greifenthal angelegt, welches zusammen mit Daubhausen eine Gemeinde bildete. Zum 1. April 1936 wurde Greifenthal eine selbständige Gemeinde.[2]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Greifenthal auf freiwilliger Basis am 31. Dezember 1971 nach Ehringshausen eingegliedert.[3][4] Für Greifenthal wurde wie für alle nach Ehringshausen eingegliederten Gemeinden und die Kerngemeinde ein Ortsbezirk eingerichtet.[5] Sitz der Gemeindeverwaltung blieb Ehringshausen.

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Greifenthal angehört(e):[2][6]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Greifenthal 294 Einwohner. Darunter waren 9 (3,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 33 Einwohner unter 18 Jahren, 99 zwischen 18 und 49, 54 zwischen 50 und 64 und 108 Einwohner waren älter.[8] Die Einwohner lebten in 111 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 39 Paare ohne Kinder und 39 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 27 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 63 Haushaltungen lebten keine Senioren.[8]

Einwohnerentwicklung

Greifenthal: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2017
Jahr  Einwohner
1834
 
97
1840
 
110
1846
 
123
1852
 
117
1858
 
120
1864
 
122
1871
 
101
1875
 
103
1885
 
105
1895
 
112
1905
 
120
1910
 
114
1925
 
132
1939
 
150
1946
 
213
1950
 
221
1956
 
214
1961
 
211
1967
 
286
1970
 
274
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2011
 
249
2014
 
307
2017
 
246
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[2]; Zensus 2011[8]; Gemeinde Ehringshausen[1]

Historische Religionszugehörigkeit

 1834:297 evangelische Einwohner (zusammen mit Daubhausen)[2]
 1961:169 evangelische (= 80,09 %), 36 katholische (= 17,06 %) Einwohner[2]

Politik

Für Greifenthal besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Greifenthal) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[5] Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 49,59 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Greifenthal“ an.[9] Der Ortsbeirat wählte Martin Schweitzer zum Ortsvorsteher.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturdenkmäler

  • Ein Fachwerkhaus mit massiv gemauertem Erdgeschoss und Stichgebälk. Darüber ein dreizoniges Fachwerkgefüge mit teilweise gebogenen Mann-Figuren, vielleicht noch aus dem 17. Jahrhundert; möglicherweise Rest eines gräflichen Meierhofes, der hier vor Gründung der Hugenottensiedlung bestanden haben soll.
  • Schul- und Bethaus, erbaut 1891 anstelle der im Jahr zuvor wegen Baufälligkeit abgerissenen Kapelle aus dem 18. Jahrhundert.

Literatur

Commons: Greifenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

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