Greifswalder FC

deutscher Fußballverein aus Greifswald From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Greifswalder FC ist ein deutscher Fußballverein aus Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Der Verein entstand 2015 aus der Fusion des Greifswalder SV 04 mit dem FC Pommern Greifswald. Die erste Mannschaft der Männer spielt seit 2022 in der Regionalliga Nordost. Die erste Mannschaft der Frauen spielt in der Verbandsliga. Zudem unterhält der Verein ein E-Sport-Team.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
Greifswalder FC
Logo des Greifswalder FC
Basisdaten
Name Greifswalder FC e. V.
Sitz Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern
Gründung 1. Juli 2015
Farben rot-weiß
Präsident Heiko Jaap
Website greifswalder-fc.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Björn Lipfert
Spielstätte Volksstadion Greifswald
Plätze 4990
Liga Regionalliga Nordost
2024/25 6. Platz
Heim
Auswärts
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Geschichte

1911–2015 Greifswalder Fußballgeschichte

Der Verein geht zurück auf den 1926 nach Fusion des SV Greif Greifswald mit dem VfB Greifswald gegründeten Greifswalder SC, der 1945 zwangsweise aufgelöst wurde. In der Folge entstanden die BSG Einheit Greifswald und die BSG KKW Greifswald, aus der 1990 der Greifswalder SC entstand. Dieser musste im Jahr 2002 Insolvenz anmelden und wurde 2003 nach Abschluss des Insolvenzverfahrens aufgelöst; in der Folge kam es 2004 zur Gründung des Greifswalder SV 04. Der Greifswalder FC entstand am 1. Juli 2015 durch Fusion des Greifswalder SV 04 mit dem FC Pommern Greifswald, nachdem bereits vor der Spielzeit 2014/15 Gespräche über eine Fusion der beiden Vereine geführt worden waren. Die Mannschaft des FC Pommern Greifswald wurde aus der Oberliga zurückgezogen, und der gesamte Verein wurde aufgelöst. Die Mitglieder traten dem Greifswalder SV 04 bei, der in Greifswalder FC umbenannt wurde.

Genese der Greifswalder Fußballvereine von 1911 bis 2015

2015–2022 Von der Verbandsliga in die Regionalliga

Trotz Startberechtigung in der Oberliga entschied sich der Verein dazu, den Platz des Greifswalder SV 04 in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern zu übernehmen. Nach zwei Vizemeisterschaften in Folge gelang dem Greifswalder FC in der Saison 2017/18 der Aufstieg in die Oberliga Nordost. Dort wurden die Greifswalder in der Saison 2018/19 auf Anhieb Dritter hinter den Berliner Vereinen SV Lichtenberg 47 und Tennis Borussia.

Da der Mecklenburg-Vorpommern-Pokal 2020/21 abgebrochen wurde, bestimmte der LFV, dass die im Ligensystem bestplatzierte Mannschaft Mecklenburg-Vorpommerns am DFB-Pokal 2021/22 teilnehmen sollte. Da Hansa Rostock bereits über die 3. Liga für den DFB-Pokal qualifiziert war, rückte der Greifswalder FC nach. In der 1. Runde scheiterte die Mannschaft am Bundesligisten FC Augsburg mit 2:4 im heimischen Volksstadion. In der Saison 2021/22, die erneut nach der Quotientenregel Punkte pro Spiel gewertet wurde, stieg der GFC als Erster der Oberliga-Staffel Nord in die Regionalliga Nordost auf. Im Finale des Landespokals unterlag man der TSG Neustrelitz.

Ab 2022 Regionalliga

Im ersten Regionalliga-Jahr gelang den Boddenkickern der Klassenerhalt mit zehn Punkten vor dem ersten Absteiger. Im Landespokal scheiterten die Greifswalder im Halbfinale an Einheit Ueckermünde. In der Spielzeit 2023/24 gehörten die Rothosen zu den Spitzenteams und verloren bis zur Winterpause in 17 Partien kein einziges Mal.[1] Die Lizenz für einen etwaigen Drittligaaufstieg war allerdings auf Grund der geringen Stadionkapazitäten fraglich und am Saisonende wurde der GFC Vize-Meister hinter Energie Cottbus.[2][3] Zudem gelang erstmals der Gewinn des Landespokals. Im folgenden DFB-Pokal unterlag der GFC dem 1. FC Union Berlin in der 1. Runde mit 0:1. In der Saison 2024/25 schloss man mit dem 6. Platz erneut im oberen Tabellendrittel ab.

Statistik

Weitere Informationen Saison, Höhe ...
Saisondaten ab 2015
SaisonHöheLigaPlatzTorePunkteLandespokalDFB-Pokal
2015/16VIVerbandsliga02.078:2263 Achtelfinale (1:3 gegen MSV Pampow)
2016/17VIVerbandsliga02.103:2771 Viertelfinale (2:3 n. E. gegen Hansa Rostock)
2017/18VIVerbandsliga01.098:2278 Viertelfinale (0:4 gegen Hansa Rostock)
2018/19VOberliga Nordost03.067:4459 Achtelfinale (2:5 gegen MSV Pampow)
2019/20 (1)VOberliga Nordost02.037:1542 Achtelfinale (0:3 gegen SV Pastow)
2020/21 (1)VOberliga Nordost03.021:717 Achtelfinale (gegen Rostocker FC, nicht ausgetragen) (2)
2021/22 (1)VOberliga Nordost01.061:3568 Finale (6:7 n. E. gegen TSG Neustrelitz) 1. Runde (2:4 gegen FC Augsburg)
2022/23IVRegionalliga Nordost14.047:6137 Halbfinale (1:2 gegen FSV Einheit Ueckermünde)
2023/24IVRegionalliga Nordost02.067:3268 Sieger (5:0 gegen TSG Neustrelitz)
2024/25IVRegionalliga Nordost06.053:3455 Viertelfinale (0:1 gegen Hansa Rostock) 1. Runde (0:1 gegen 1. FC Union Berlin)
2025/26IVRegionalliga Nordost
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(1) 
Ligawertung nach Quotientenregelung
(2) 
Der Mecklenburg-Vorpommern-Pokal 2020/21 wurde Ende Mai 2021 abgebrochen, der LFV bestimmte den Greifswalder FC als Teilnehmer am DFB-Pokal.

Erfolge

Kader 2025/26

Stand: 12. April 2026[4]

Weitere Informationen Nr., Nat. ...
Nr.Nat.SpielerGeburtsdatumIm Verein seit
Torhüter
01TschechienJakub Jakubov1. Februar 19892023
30DeutschlandDeutschlandPhilipp Flemming12. Dezember 20042025
44DeutschlandDeutschlandNoah-Joel Hoffmann3. September 20032024
Abwehr
02DeutschlandDeutschlandJason Tomety-Hemazro14. April 20012025
04DeutschlandDeutschlandEdgar Kaizer7. April 20042025
05DeutschlandDeutschlandBastian Strietzel19. Juni 19982024
06DeutschlandDeutschlandJannis Farr1. Dezember 19992019
17DeutschlandDeutschlandSteffen Eder1. Mai 19972025
23DeutschlandDeutschlandFabrice Montcheu21. April 19982025
29DeutschlandDeutschlandMike Eglseder22. November 19922023
Mittelfeld
08DeutschlandDeutschlandMcmoordy Hüther26. Juli 19992025
10Vereinigte StaatenVereinigte StaatenJoe-Joe Richardson1. November 20012025
11DeutschlandDeutschlandLukas Lämmel8. September 19972024
20DeutschlandDeutschlandDavid Vogt4. Dezember 20002023
21DeutschlandDeutschlandLucas Vierling2. Januar 19982025
25DeutschlandDeutschlandOliver Daedlow29. Juni 20002023
26DeutschlandDeutschlandTristan Wagner6. Juli 20052025
Angriff
09DeutschlandDeutschlandGrace Bokake17. Januar 20022025
19KosovoFatlind Memaj1. Februar 19992025
22DeutschlandDeutschlandRudolf Ndualu22. Juli 19992024
33DeutschlandDeutschlandTheo Harz18. September 20032025
90DeutschlandDeutschlandSoufian Benyamina2. März 19902022
99DeutschlandDeutschlandOsman Atilgan1. August 19992024
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Trainerteam

Weitere Informationen Name, Funktion ...
NameFunktion
Björn LipfertCheftrainer
Timur BinerbayCo-Trainer
Stefan HafermannTorwarttrainer
Daniel RellmannAthletiktrainer
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Trainer

  • Hagen Reeck (1. Juli 2015 – 30. Juni 2017)
  • Martin Schröder (April 2021 – Oktober 2021)[5]
  • Roland Kroos (1. Juli 2017 – April 2021 und Oktober 2021 – 28. Februar 2023)[6][7][8]
  • Roland Vrabec (1. März 2023 – 27. April 2023)
  • Lars Fuchs (28. April 2023 – 8. Oktober 2025)
  • Markus Zschiesche (11. Oktober 2024 – 17. Dezember)[9]
  • Björn Lipfert (18. Dezember 2025 – )

Bekannte Spieler

Zweite Mannschaft

Die zweite Mannschaft spielt seit der Saison 2022/23 in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern. Aufstiege sind grün unterlegt:

Weitere Informationen Saison, Liga ...
Saisondaten ab 2015
SaisonLigaPlatz (von)TorePunkte
2015/16Landesklasse III01. (14)71:1667
2016/17Landesliga Nord06. (14)57:4042
2017/18Landesliga Ost03. (16)73:3858
2018/19Landesliga Ost07. (16)55:4747
2019/20Landesliga Ost (1)04. (16)40:2633
2020/21Landesliga Ost (1)02. (11)26:1115
2021/22Landesliga Ost02. (12)54:2944
2022/23Verbandsliga11. (15)49:6631
2023/24Verbandsliga10. (16)49:6033
2024/25Verbandsliga15. (16)35:8123
2025/26Verbandsliga(15)
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! Aufstieg ! Abstieg

(1) 
Ligawertung nach Quotientenregelung

Frauenfußball

Beide Vorgängervereine verfügten über eigene Frauenmannschaften. Die seit 2011 Frauenmannschaft des FC Pommern Greifswald spielte in der fünftklassigen Kreisoberliga, während die seit 2008 Mannschaft des Greifswalder SV in der viertklassigen Verbandsliga spielte. Von 2012 bis 2016 bestand dabei eine Spielgemeinschaft mit dem HFC Greifswald. Bis auf die Saison 2018/19, in der man sich für ein Jahr in die Kreisoberliga zurückzog, spielte die Mannschaft durchgängig in der Verbandsliga. Seit 2016 betreibt der Verein auch eine zweite Mannschaft, die seitdem in der Kreisoberliga spielt. Seit 2025 betreibt der Verein auch eine dritte Mannschaft, die ebenfalls in der Kreisoberliga spielt. Zudem gibt es verschiedene Juniorinnenteams. Heimspielstätte der Mannschaften sind die Kunstrasenplätze am Volksstadion.

Weitere Informationen Saison, Liga ...
Saisondaten ab 2015[10]
SaisonLigaPlatz (von)TorePunkte
2015/16Verbandsliga6. (7)28:5319
2016/17Verbandsliga3. (8)86:4244
2017/18Verbandsliga (a)3. (6)44:4124
2018/19Kreisoberliga VG1. (8)82:1036
2019/20Verbandsliga4. (6)17:3406
2020/21Verbandsliga (b)5. (6)01:1201
2021/22Verbandsliga3. (6)45:2919
2022/23Verbandsliga4. (6)18:2709
2023/24Verbandsliga7. (9)28:4913
2024/25Verbandsliga4. (9)64:1935
2025/26Verbandsliga(9)
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! Aufstieg ! Abstieg

(a) 
Rückzug in die Kreisoberliga
(b) 
Saisonabbruch nach drei Spielen; Platzierung durch Quotientenregelung

Stadion

Volksstadion Greifswald (2005)

Der Greifswalder FC trägt seine Heimspiele im Greifswalder Volksstadion aus, das eine Kapazität von 8000 Plätzen besitzt. Im Ligabetrieb dürfen 4990 Zuschauer ins Stadion.

Durch den Aufstieg in die Regionalliga zur Saison 2022/23 wurden Umbauten im Stadion notwendig, um die Anforderungen für die Spielberechtigung zu erfüllen. Die Stadt Greifswald genehmigte die erforderlichen Umbauten und sorgte für eine zeitnahe Umsetzung.[11] Es wurden unter anderem zusätzliche Zaunanlagen errichtet und neue Sitzschalen auf der Haupttribüne montiert.[12] Nach den Umbauten gibt der Verein die Gesamtkapazität mit 4990 Plätzen an.[13]

Ab 2020 verfolgte der Investor Jonas Holtz Pläne, ein neues Stadion für 10.000 Zuschauer am Stadtrand von Greifswald errichten zu lassen, das der Greifswalder FC als Mieter hätte nutzen können.[14] Das JOHO-Sportpark genannte Projekt sollte im Stadtteil Schönwalde (Lage) entstehen.[15][16] 2025 wurde bekannt, dass der Stadionneubau nicht weiterverfolgt werde.[17]

E-Sport

Am 28. Februar 2020 wechselte das E-Sport-Team Pantera eSports zum Greifswalder FC. Das Team ist in verschiedenen FIFA-Pro-Club-Ligen aktiv.[18]

Einzelnachweise

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