Gretel Wagner
deutsche Kunsthistorikerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Gretel Wagner geb. Neumann (* 24. Juli 1925 in Angermünde; † 23. August 2025 in Berlin)[1] war eine deutsche Kunsthistorikerin.[2]
Leben und Wirken
Gretel Wagner studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Germanistik und promovierte 1953 an der Freien Universität Berlin mit einer Dissertation über Die Ikonographie des Gnadenstuhls. Von 1954 bis 1958 war sie Mitarbeiterin der Staatlichen Museen Berlin. Ab 1958 wirkte sie an der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin, seit 1964 als Kustodin und ab 1967 als Oberkustodin. Hierzu gehörte vor allem die Lipperheidesche Kostümbibliothek. Gretel Wagner arbeitete vor allem auf dem Gebiet der Geschichte der Mode und des Kostüms und publizierte darüber, vor allem auch in Ausstellungskatalogen.[3]
Veröffentlichungen (Auswahl)
- (mit Elisabeth Rücker): Gemälde des 13. bis 18. Jahrhunderts (Katalog). Staatliche Museen Berlin, Museum Dahlem 1956.
- (mit Eva Nienholdt): Katalog der Lippeheideschen Kostümbibliothek. Zwei Bände. 2. völlig überarb. u. verm. Aufl. Mann, Berlin 1965.
- (Bearb.): Katerina Wilcynski (Ausstellungskatalog) (= Sammlungskataloge der Kunstbibliothek Berlin, Bd. 9). Berlin 1975.
- (Bearb., mit Ekhart Berckenhagen): Bretter, die die Welt bedeuten Entwürfe zum Theaterdekor und zum Bühnenkostüm in fünf Jahrhunderten [Ausstellung der Kunstbibliothek Berlin, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz]. Reimer, Berlin 1978, ISBN 3-496-01004-5.
- (Hrsg.): Mode in alten Photographien. Eine Bildersammlung. Rembrandt-Verlag, Berlin 1978, ISBN 3-7925-0261-5.
- (Hrsg.): Jean Henri Marlet / Pariser Volksleben. Nach den kolorierten Lithographien der "Tableaux de Paris (= Die bibliophilen Taschenbücher, Bd. 182). Harenberg, Dortmund 1980, ISBN 3-88379-182-2.
- (Hrsg.): Völkergallerie Europas. 60 Kostümtafeln (= Die bibliophilen Taschenbücher, Bd. 162). Harenberg, Dortmund 1980, ISBN 3-88379-162-8.
- (Hrsg.): Aus besten Kreisen. 110 satirische Bilder aus dem Empire. Nach den kolorierten Kupferstichen des "Bon Genre" (= Die bibliophilen Taschenbücher, Bd. 202). Harenberg, Dortmund 1980, ISBN 3-88379-202-0.
- (mit Ekhart Berckenhagen): Der bunte Rock in Preußen. Militär- und Ziviluniformen, 17. bis 20. Jahrhundert, in Zeichnungen, Stichen und Photographien aus dem Bestand der Kunstbibliothek Berlin (= Veröffentlichungen der Kunstbibliothek Berlin, Bd. 87). Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1981, ISBN 3-88609-029-9.
- (Hrsg.): So herrliche Kleider. Bilder aus dem "Courrier des Dames" (= Die bibliophilen Taschenbücher, Bd. 309). Harenberg, Dortmund 1982, ISBN 3-88379-309-4.
- (Bearb.): Shakespeare – Buch und Bühne [Ausstellung im Rahmen des Kongresses "Images of Shakespeare" vom 1. bis 6. April 1986]. Kunstbibliothek Berlin 1986, ISBN 3-88609-179-1.
- (mit Annemarie Kleinert): Mode und Politik. Die Vermarktung der französischen Revolution in Frankreich und Deutschland (1789 bis 1793). In: Waffen- und Kostümkunde, Bd. 31 (1989), H. 1/2, S. 24–38.
- Die Mode in Berlin. In: Franz C. Gundlach (Hrsg.): Berlin en vogue. Berliner Mode in der Photographie. Wasmuth, Tübingen 1993, S. 113–146, ISBN 3-8030-3057-9.
- Das Deutsche Mode-Institut 1933–1941. In: Waffen- und Kostümkunde, Bd. 39 (1997), H. 1/2, S. 84–98.
- Otto Haas-Heye. Die Zeit in Berlin 1914–1925. In: Waffen- und Kostümkunde, Bd. 41 (1999), H. 1, S. 41–66.
- "Nacht der schönen Roben". Modische Eindrücke vom Berliner Presseball. In: Der Bär von Berlin, Bd. 49 (2000), S. 81–96.
- Modezeitschriften der Zwanziger Jahre aus Berliner Verlagen: "Deutsche Elite", "Vogue", "Blau-Rot". In: Waffen- und Kostümkunde, Bd. 45 (2003), H. 2, S. 113–130.