Grotta del Cane
Höhle in Kampanien, Italien
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Die Grotta del Cane,[1] deutsch Hundsgrotte oder Hundehöhle, ist eine zu der Gruppe der Mofetten zählende Lavahöhle in den Phlegräischen Feldern, westlich von Neapel. Die Höhle ist etwa 8 bis 9 Meter lang und am Eingang 2 Meter hoch und 1,1 Meter breit. Der Boden fällt nach hinten ab, so dass der Eingang der höchste Punkt der Höhle ist.
| Grotta del Cane | ||
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| Lage: | Neapel, Kampanien, Italien | |
| Geographische Lage: | 40° 50′ 0″ N, 14° 10′ 0″ O | |
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| Typ | Lavahöhle | |
| Gesamtlänge | 9 m | |
Durch vulkanische Aktivitäten tritt am Höhlenboden Kohlenstoffdioxid aus, das sich auf Grund der höheren Dichte am Boden sammelt und wegen der Höhlenneigung auch nicht abfließen kann. Die Konzentrationen der Luft am Höhlenboden betragen etwa 67,1 % bis 73,6 % Kohlenstoffdioxid und 26,4 % bis 21,1 % Stickstoff. Diese hohen Kohlenstoffdioxid-Konzentrationen wirken erstickend, sodass kleinere Tiere wie etwa Hunde, die sich nahe dem Boden befinden, ersticken können. Von diesem Phänomen leitet sich der Name der Höhle ab.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Grotte zugemauert und war somit nicht mehr zugänglich.[2] Inzwischen ist die Vermauerung wieder entfernt und die Grotte durch ein Stahlgitter gegen Unfälle gesichert.
Literatur
- Alfred Taylor: Über die Hundsgrotte im Neapolitanischen. In: Ludwig Friedrich von Froriep (Hrsg.): Notizen aus dem Gebiete der Natur- und Heilkunde. Band XXXVI, Nr. 774. Lossius, Erfurth Februar 1833 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Ester Majo: I fenomeni vulcanici della grotta del Cane (Campi Flegrei) in rapporto alle variazioni atmosferiche. In: Bulletin Volcanologique. Band 4, Nr. 1, 1927, S. 84–92, doi:10.1007/BF02719519.
Weblinks
- Schnittbilder und Fotos (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2025. Suche in Webarchiven)

